NDR Radiophilharmonie

Von selbstbewussten und von verliebten Komponisten

Donnerstag, 13. Mai 2021, 20:00 bis 22:00 Uhr

Cornelius Meister © NDR Foto: Eva Schramm
Simone Schneider, Sopran © Foto Dörr Foto: Foto Dörr
Die Sopranistin Simone Schneider ist seit 2016 Kammersängerin in Stuttgart.

Zurück zu den Wurzeln heißt es an diesem Konzertabend für den in Hannover geborenen Dirigenten Cornelius Meister. Schon mit 17 Jahren hospitierte er bei der NDR Radiophilharmonie. Längst hat ihn seine Karriere um die ganze Welt geführt. Aktuell ist er Generalmusikdirektor der Stuttgarter Staatsoper. Vom dortigen Ensemble bringt er die Sopranistin Simone Schneider mit zum NDR. Sie wird als Salome, als Leonore und als Königin der Nacht an den großen Opernhäusern des Landes gefeiert.

Haydns sinfonische Visitenkarte

1761 trat Joseph Haydn seine Kapellmeisterstelle auf Schloss Esterházy an. Und mit seiner sechsten Sinfonie gelang ihm auch gleich ein grandioser Einstand, den er musikalisch geschickt eingefädelt hatte: Der Beginn von "Le Matin" (Der Morgen) betitelten Sinfonie ist ein klangvoller Aufbruch, gleich einem prächtigen Sonnenaufgang. Außerdem setzte er die Musiker des Orchesters mit vielen solistischen Passagen brillant in Szene. Die Fürstenfamilie wie die Musiker waren von ihrem neuen Kapellmeister begeistert. So währte Haydns Dienstzeit auf dem Schloss dann auch fast 30 Jahre.

Alban Bergs Liebeslieder

1907 präsentierte sich der 22-jährige Alban Berg mit Liedkompositionen erstmals dem Publikum. Zu dieser Zeit hatte er sich gerade heftig in seine spätere Ehefrau Helene verliebt. So erzählen diese klavierbegleiteten Lieder auf Texte unter anderem von Lenau, Storm und Rilke auch von der Liebe in all ihren Facetten: von der Lust über das Leiden bis zur Vergänglichkeit. Die musikalische Sprache des Schönberg-Schülers ist hier höchst romantisch, mal zart, mal ekstatisch. 20 Jahre später stellte Berg einige dieser Lieder zu einem Zyklus zusammen und fügte eine filigrane Orchesterbegleitung hinzu.

Dvořáks selbstbewusste Sinfonie Nr. 8

1889 wollte Antonín Dvořák mit seiner Achten ein von seinen bisherigen Sinfonien "verschiedenes Werk… mit individuellen, in neuer Weise ausgearbeiteten Gedanken" schreiben - sicher auch, um sich damit von seinem großen Vorbild und Mentor Brahms zu lösen. Der Tscheche Dvořák war sowohl in seiner Heimat als auch international auf Erfolgskurs - freie Entfaltung konnte er sich also durchaus leisten. In seiner Achten wird dies vor allem in eingängig komponierten poetischen Stimmungsbildern und dem lockeren Umgang mit den traditionellen kompositorischen Formen spürbar.

Eine Sendung von Christiane Irrgang

Das Programm

Joseph Haydn
Sinfonie D-Dur Hob. I:6 "Le Matin"
Alban Berg
Sieben frühe Lieder
Antonín Dvořák
Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Simone Schneider Sopran
NDR Radiophilharmonie
Ltg.: Cornelius Meister

Aufzeichnung vom 06.05.2021 im Großen Sendesaal des NDR in Hannover

Weitere Informationen
Die NDR Radiophilharmonie © NDR / Nikolaj Lund Foto: Nikolaj Lund

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