NDR Radiophilharmonie

Hilary Hahn spielt von Weber und Vieuxtemps' Vierte

Donnerstag, 28. Mai 2020, 20:00 bis 22:00 Uhr

Den Beginn macht ein Werk, das 1821 die Epoche der Romantik auf der deutschen Opernbühne einläutete: Carl Maria von Webers "Freischütz". Die Ouvertüre bereitet schon vor dem schaurig-schönen Bühnenspektakel ein Wechselbad der Gefühle und fängt damit die ambivalente Atmosphäre der Oper ein. Ein Auftakt voller Dramatik und Leidenschaft, der perfekt zum hochromantischen vierten Violinkonzert von Henri Vieuxtemps überleitet.

Rund dreißig Jahre Erfahrung mit Vieuxtemps' Vierter

Portrait der Geigerin Hilary Hahn mit ihrem Instrument © Dana van Leeuwen / Decca Foto: Dana van Leeuwen
Vieuxtemps' Vierte erlaube der Solovioline bei den freien, melodischen Passagen ein noch freieres Spiel - um dann wieder mit dem Orchester zusammenzutreffen, erklärt Geigerin Hilary Hahn.

Hilary Hahn hatte dieses enorm anspruchsvolle Stück bereits als Zehnjährige einstudiert, obwohl es bei Orchestern und Dirigenten und erst recht bei weiten Teilen des Publikums wenig bekannt ist. Die Geigerin genießt es, ein solch "unbeschriebenes Blatt vor sich zu haben" und findet es "spannend zu sehen, wie alle herauszufinden versuchen, wie sie an das Stück herangehen wollen. In Vieuxtemps' Fall stellt sich schnell heraus, dass dieses Konzert sehr opernhaft lyrisch ist und eine Menge Flexibilität, Ausdruckskraft und Konzentration sowie ein Gespür für das Dramatische erfordert."

Schumanns Vierte überzeugte erst im zweiten Anlauf

Der norwegische Dirigent Eivind Gullberg Jensen blickt ernst auf einem Porträtfoto in die Kamera. © Mat Hennek Foto: Mat Hennek
Der Norweger Eivind Gullberg Jensen ist der Vorgänger von Andrew Manze: Ab der Saison 2009/2010 bis 2014 hatte er die Position des Chefdirigenten der NDR Radiophilharmonie inne.

Im zweiten Teil des Abends erklingt ein Werk des Romantikers par excellence: Robert Schumann. Seine d-Moll-Sinfonie fand bei der ersten Aufführung 1841 im Leipziger Gewandhaus wenig Beachtung - die außerdem an jenem Abend auftretenden Pianisten, Franz Liszt und Clara Schumann, stahlen dem Werk die Schau. Zwölf Jahre später stellte Schumann in Düsseldorf die überarbeitete Sinfonie als Nr. 4 vor, und nun stieß diese "symphonische Phantasie für großes Orchester" auf größte Zustimmung.

Nordische Klänge und kühne Harmonien

Das einzige Klavierkonzert des Norwegers Edvard Grieg ist wiederum von Robert Schumann beeinflusst, den der jüngere Kollege sehr veehrte, und zu den ersten Interpreten gehörte Franz Liszt, voller Begeisterung für die nordischen Klänge und die kühnen Harmonien dieses Konzerts.

Das Programm


Carl Maria von Weber
Ouvertüre zu "Der Freischütz"
Henri Vieuxtemps
Violinkonzert Nr. 4 d-Moll op. 31
Robert Schumann
Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120
Hilary Hahn Violine
NDR Radiophilharmonie / Ltg.: Eivind Gullberg Jensen
Aufzeichnung vom 11.03.2016 im Großen Sendesaal des NDR in Hannover

Edvard Grieg
Klavierkonzert a-Moll op. 16       
Miroslav Kultyshev Klavier
NDR Radiophilharmonie / Ltg.: Eivind Gullberg Jensen
Aufzeichnung vom 05.11.2009 im Großen Sendesaal des NDR in Hannover

Übersicht
Die NDR Radiophilharmonie © NDR / Nikolaj Lund Foto: Nikolaj Lund

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