NDR Kultur à la carte

Studiogast: Rabih Lahoud

Montag, 23. März 2020, 13:00 bis 14:00 Uhr

Wenn Rabih Lahoud die Augen schließt und sich in die Tage seiner Kindheit zurückversetzt, dann sieht er die Bananenstauden und die Orangenbäume vor sich, die im Garten seines Elternhauses oberhalb von Byblos standen. Er riecht den Zimt, der in keinem Gericht fehlte, das seine Mutter kochte.

Musik als Tor zur inneren Welt

Der Sänger Rabih Lahoud im Porträt. © Horst Engels Foto: Horst Engels
Rabih Lahoud träumt schon früh von einem Leben als Musiker in Europa.

Rabih Lahoud wurde 1982 im Libanon geboren, mitten in die Zeit des Bürgerkriegs. So mischen sich unter die malerischen Erinnerungen auch Bilder von sterbenden Familienmitgliedern und Angst vor dem Lärm der Geschütze. Die Musik ist das Tor in Rabih Lahouds innere Welt. Beethoven oder Mozart tragen seine Gedanken fort, und er träumt schon früh von einem Leben als Musiker in Europa.

Einflüsse aus Klassik, arabischer Musik und Jazz

Heute ist Rabih Lahoud genau dort angekommen. Seine Stimme ist so facettenreich, dass es schwerfällt, sie zu beschreiben. Orient, europäische Klassik und das besondere Timbre der christlich-maronitischen Liturgie verbinden sich darin zu einem ganz eigenen Klang. Mit seiner Band Masaa mischt Rabih Lahoud Einflüsse aus Klassik, traditioneller arabischer Musik und Jazz zu einem mitreißenden Sound.

Kurz nach Erscheinen des vierten Masaa-Albums "Irade" sprechen wir mit Rabih Lahoud in NDR Kultur à la carte über die vielen Facetten seiner Musik.

Das Gespräch führte Mischa Kreiskott.

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NDR Kultur à la carte

In der Sendung "NDR Kultur à la carte" kommen Menschen zu Wort, die etwas zu sagen haben. Die Gäste stellen sich nicht nur den Fragen, sie bringen auch ihre Lieblingsmusik mit. mehr