Das Gespräch

Gast: Nora Gomringer

Samstag, 16. Mai 2020, 18:00 bis 18:30 Uhr

"Das Gedicht ist die knappste literarische Form, um etwas darzubieten, etwas mit auf den Weg zu geben": Das sagt Nora Gomringer, die gerade ihren neuen Gedichtband veröffentlicht hat. In "Gottesanbieterin" beschäftigt sich die deutsch-schweizerische Lyrikerin mit ihrem Verhältnis zu Glauben und Religion, mit dem Verlust von Freunden und mit ihrem eigenen Beziehungsleben. Aber auch der öffentliche Streit um ein Gedicht ihres Vaters Eugen Gomringer - das die Alice-Salomon-Hochschule Berlin nach einer erhitzt geführten Debatte 2018 von der Fassade entfernt hat - scheint in diesem Band auf. Mit einem Augenzwinkern, wie es Nora Gomringers Art ist.

Die 40-Jährige - Gewinnerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2015 - schreibt aber nicht nur Gedichte, sondern leitet seit zehn Jahren auch das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Als Direktorin dieser Kultureinrichtung bekommt Gomringer hautnah mit, welche Folgen die Corona-Pandemie für Künstlerinnen und Künstler hat. Mit Peter Hartlapp hat Nora Gomringer während der "virtuellen Leipziger Buchmesse" auch über diese aktuelle Krise des Kulturbetriebs gesprochen.

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Blick von einer Bühne in einen leeren Zuschauerraum. © picture alliance / imagoBROKER Foto: Heiner Heine

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