NDR Radiophilharmonie

Nathalie Stutzmann dirigiert die NDR Radiophilharmonie

Donnerstag, 20. Mai 2021, 20:00 bis 22:00 Uhr

Porträt-Foto der Dirigentin Nathalie Stutzmann © NDR Foto: Stephanie Slama
Die Altistin Nathalie Stutzmann studierte Dirigieren bei dem legendären finnischen Lehrer Jorma Panula.

Erst im Januar ist Nathalie Stutzmanns jüngstes CD-Album erschienen, "Contralto", das sie den tiefen Frauenstimmen des Barock gewidmet hat. Doch parallel dazu verfolgt die französische Altistin auch noch erfolgreich eine Dirigentinnenlaufbahn. Bis 2019 leitete sie ihr eigenes Kammerorchester Orfeo 55; seit 2018 ist sie Chefdirigentin des Sinfonieorchesters Kristiansand in Norwegen; und für die Saison 2021/22 wurde sie zur Ersten Gastdirigentin des Philadelphia Orchestra ernannt.

Stutzmanns Konzerte im Mai und Juni in Atlanta, Montréal, Köln und Kristiansand mussten allesamt abgesagt werden. Auf diese Weise fand die Künstlerin Zeit für ein Gastspiel bei der NDR Radiophilharmonie. Nach Hannover hat Nathalie Stutzmann Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Peter Tschaikowsky mitgebracht.

"Kleine" Sinfonie ganz groß

Mozarts sogenannte "kleine" g-Moll-Sinfonie - im Gegensatz zur berühmten "großen" KV 550 - entstand 1773 in Salzburg. Die Jahre, in denen man den jungen Musiker in West- und Südeuropa als Wunderkind bejubelt hatte, waren endgültig vorbei, und als Konzertmeister des Fürstbischofs von Salzburg musste der 17-Jährige "liefern", um auch als Komponist anerkannt zu werden. In die g-Moll-Sinfonie - seine erste in einer Molltonart - ließ er seine gesammelten Erfahrungen einfließen und erprobte gleichzeitig eigene künstlerische Vorstellungen in der Praxis. "Klein" ist an dieser Sinfonie mit Ausnahme des Beinamens also gar nichts, im Gegenteil: angefangen bei der ungewöhnlichen Besetzung mit vier Hörnern über die sichere Beherrschung aller künstlerischen Mittel bis hin zum melancholischen, oft sogar schroffen Tonfall.

"Völlige Ergebung in das Schicksal"

"Misslungen" nannte Peter Tschaikowsky seine fünfte Sinfonie, "zu bunt, zu massig, zu unaufrichtig, zu lang, überhaupt wenig ansprechend". Trotz einiger Erfolge zu Lebzeiten konnte er nicht ahnen, dass sie eines seiner meistgespielten Werke werden sollte. Ende der 1880er Jahre war Tschaikowsky als Dirigent und als Komponist ganz oben auf der Karriereleiter angelangt, litt aber trotzdem immer wieder unter Anfällen von tiefster Verzweiflung. Die fünfte Sinfonie mit dem immer wieder aufscheinenden "Schicksalsmotiv" spricht von dem "vollständigen Sich-Beugen vor dem Schicksal oder was dasselbe ist, vor dem unergründlichen Walten der Vorsehung."

Moderation: Raliza Nikolov

Das Programm

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie g-Moll KV 183
Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64 "Schicksalssinfonie"

NDR Radiophilharmonie
Ltg.: Nathalie Stutzmann

Live aus dem Großen Sendesaal des NDR in Hannover

Hier geht es zum Live-Stream:

Mikrofon im NDR Kultur Sendestudio © NDR.de Foto: Mathias Heller
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Die NDR Radiophilharmonie © NDR / Nikolaj Lund Foto: Nikolaj Lund

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