Chormusik

Arvo Pärt - "Ästhetik der Stille"

Mittwoch, 27. Mai 2020, 20:55 bis 22:00 Uhr

Der Komponist, der in der Chormusik im Mittelpunkt steht, gehört zu den bedeutenden und gleichzeitig auch populärsten Meistern spiritueller und geistlicher Musik der Gegenwart.

Der Komponist Arvo Pärt im Porträt. © dpa Foto: Japan Art Association / Handout
Pärts Ästhetik der Stille ist das Zentrum der "Chormusik": "Ein einziger Ton, schön gespielt."

Die Rede ist von Arvo Pärt, am 11. September 1935 in Estland geboren. Schon als Jugendlicher schrieb er erste Kompositionen, bevor er 1954 mit einem Kompositionsstudium in Reval begann. Während sein Frühwerk noch deutlich von der russischen Tradition beeinflusst war, beschritt er Mitte der 1960er-Jahre neue Wege im kompositorischen Ausdruck. Er entdeckte unter anderem die Musik des Mittelalters für sich, befasste sich mit den für die Zeit bedeutenden Komponisten Guillaume de Machaut und Josquin Desprez.

1980 emigrierte Pärt nach Wien, ein Jahr später ging er nach Berlin, wo seine internationale Karriere seinen Lauf nahm.

Arvo Pärts reduziertes Verständnis der Musik

Pärts Ästhetik der Stille, ein sehr reduziertes Verständnis der Musik, die immer wieder betonte archaische Einfachheit seiner Tonsprache, kommt in den Werken des heutigen Abends zum Ausdruck.

Arvo Pärt selbst drückt das so aus: "Ich erkannte, dass es genügt, wenn ein einziger Ton schön gespielt wird. Dieser eine Ton, die Stille oder das Schweigen beruhigen mich. Ich arbeite mit wenig Material, mit einer Stimme, mit zwei Stimmen. Ich baue aus primitivem Stoff, aus einem Dreiklang, einer bestimmten Tonqualität."

Eine Sendung von Beate Scheibe

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Der Festival-Chor des SHMF unter Leitung von Nicolas Fink © Axel Nickolaus Foto: Erik Nielsen

Chormusik

In der Sendung präsentieren wir Singen auf höchstem Niveau. Chormusik aus allen Jahrhunderten, aus allen Ländern und Zeiten und Chöre aus aller Welt. mehr

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