Norbert Gstrein lächelt im Publikum © picture alliance/dpa/dpa POOL | Sebastian Gollnow

Verleihung des Thomas-Mann-Preis an Norbert Gstrein verschoben

Stand: 14.12.2021 10:10 Uhr

Der österreichische Romancier Norbert Gstrein sollte am 14. Dezember den Thomas-Mann-Preis 2021 erhalten. Die Verleihung wurde aufgrund der aktuellen Corona-Bedingungen auf das kommende Jahr verschoben.

Norbert Gstrein sei einer der virtuosesten deutschsprachigen Erzähler der Gegenwart, urteilte die Jury bei der Bekanntgabe des Preises. Mit dem Debüt "Einer", der beklemmenden Dorfgeschichte aus der Tiroler Bergwelt seiner Heimat, habe er 1988 erstmals auf sich aufmerksam gemacht. Seither habe Gstrein zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays vorgelegt, zuletzt den Roman "Der zweite Jakob" (2021). Mit diesem Buch war der 60-Jährige einer der fünf Finalisten des diesjährigen Deutschen Buchpreises. Alle seine Arbeiten erzählten von Außenseitern und Mitspielern, von Warlords und Flüchtlingen, von Menschen, die etwas zu verbergen haben, von kollektiven Störfällen und den allzu glatten Schuldzuweisungen.

Verleihung in München, Lesung in Lübeck

Der Preis wird gemeinsam von der Stadt Lübeck und der Bayerische Akademie der Schönen Künste vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Sie wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen. Norbert Gstrein wird den Preis voraussichtlich im Mai 2022 erhalten und dann im Anschluss auch nochmal in Lübeck lesen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 14.12.2021 | 08:00 Uhr

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