Stand: 19.07.2019 08:00 Uhr

Uwe-Johnson-Förderpreis geht an Kenah Cusanit

von Axel Seitz
Kenah Cusanit beschreibt in "Babel" einen Tag im Leben des deutschen Archäologen Robert Koldewey während der Ausgrabung Babylons.

Den Uwe-Johnson-Förderpreis erhält in diesem Jahr Kenah Cusanit. Die deutsche Schriftstellerin wird für ihren Roman "Babel" ausgezeichnet. Kenah Cusanit, geboren 1979 in Blankenburg im Harz, war bereits in diesem Frühjahr für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie "Belletristik" nominiert.

Jury: "'Babel' verbindet Wissen und Sprachkraft mit Witz und Humor"

In dem Roman "Babel" beschreibt Kenah Cusanit einen Tag im Leben des deutschen Archäologen Robert Koldewey, der als einer der Begründer der modernen archäologischen Bauforschung gilt, im Jahr 1913 in der Nähe von Bagdad. In besonderer Weise gelinge es der Autorin, historisches Wissen und Sprachkraft mit Witz und Humor zu verbinden, urteilte die Jury.

Preis ist mit 5.000 Euro dotiert

Der mit 5.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis wird seit 2005 alle zwei Jahre von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft in Neubrandenburg gemeinsam mit dem Humanistischen Verband Deutschlands und der Berliner Kanzlei Gentz und Partner verliehen. Vor Kenah Cusanit wurden unter anderen Thomas Pletzinger, Judith Zander, Mirna Funk und zuletzt 2017 Shida Bazyar mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis geehrt.

Weitere Informationen

Die Ausgrabung Babylons

Kenah Cusanit hat ihre Quellen geschickt zu einem Tag im Leben des Archäologen Robert Koldewey weiterverarbeitet. Von literarischem Schöpfergeist ist in "Babel" aber wenig zu spüren. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 19.07.2019 | 08:00 Uhr

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