Stand: 20.11.2019 13:31 Uhr  - NDR Kultur

"Ich glotz TV"

Der 21. November ist weltweit dem Fernseher gewidmet. Von der Mondlandung 1969 bis zum 11. September - vor dem TV haben wir schon viele denkwürdige Momente erlebt. Eine kleine Geschichte.

"Ich glotz TV", rotzt Nina Hagen in ihrem Song aus dem Jahr 1979. Eine Zeit, in der der Farbfernseher seiner Hochphase entgegen schreitet. Mitte der 1980er-Jahre befindet sich in fast jedem deutschen Haushalt ein TV-Gerät. Doch wie fing die Geschichte des Fernsehers an?

Schon im späten 19. Jahrhundert wird mit Bewegtbild experimentiert. In den 1930er-Jahren gelingt es dann Manfred von Ardenne mithilfe einer Kathodenstrahlröhre, von Radiowellen übertragenes Fernsehen zu zeigen. Was in seinen Anfängen noch als limitierte Unterhaltung mit dem öffentlichen Rundfunk startet (täglich nur drei Stunden Sendezeit!), entwickelt sich bald zum Massenmedium schlechthin.

"Ist alles so schön bunt hier!"

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Die Fernsehübertragung der Krönungszeremonie für Queen Elizabeth II. im Jahr 1953 ist die erste ihrer Art, die europaweit ein breites Publikum erreicht.

Ob die Krönung von Queen Elizabeth II. (1953), die Fußballweltmeisterschaft, Serien wie die "Lindenstraße" oder Kindersendungen wie "Die Sendung mit der Maus" - der Fernseher lockt mit seinem vielfältigen Programm. Mit der Einführung des Privatfernsehens kann schließlich rund um die Uhr von Sender zu Sender gezappt und in die Röhre geschaut werden.

Wie es weitergeht? Lineares Fernsehen war gestern, heute stellt man sich das TV-Programm selbst zusammen, mithilfe von Mediatheken und Streamingportalen. Verpasste Sendungen holen sich smarte Fernsehgeräte aus dem Internet, man schaut "on demand". Auch wenn das Streamingangebot das Fernsehprogramm, wie es begann, nach und nach ablöst - die Flimmerkiste möchten viele Haushalte trotzdem nicht missen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch in den Tag | 21.11.2019 | 06:20 Uhr

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