Eine abgesperrte Reihe im Kinosaal mit de rAufschrift "gesperrt" an schwarzen Sitzen © picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dp Foto: Martin Schutt

Kinos fordern Umbau des Corona-Hilfsprogramms

Stand: 06.12.2021 08:24 Uhr

Die 2G-plus-Regelung hält gerade viele Menschen vom Kinobesuch ab. Das stürzt die Filmtheater-Branche im Land erneut in die Krise, weshalb sie Unterstützung fordert.

Die Kinos und Filmtheater in Mecklenburg-Vorpommern fordern angesichts der aktuellen Corona-Beschränkungen eine stärkere Unterstützung vom Land. Angesichts zusätzlicher Tests auch für Geimpfte würden die Besucherzahlen rapide sinken, heißt es.

Hilfsprogramm basiert auf verkauften Eintrittskarten

Seit dem Sommer gibt es Hilfen vom Land im Rahmen des Landesprogramms "Cinema-Contra-Corona". Damit wird in gewerblichen Kinos pro verkaufter Karte eine weitere erstattet. Zeigen Kinos Filme, die vom Land gefördert wurden, werden sogar drei Kinokarten pro verkauftem Ticket erstattet. Doch da derzeit die Besucher aufgrund der notwendigen Tests ausbleiben, fehlen auch die Erstattungen. Die Branche fordert daher eine Umstrukturierung des Hilfsprogramms.

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Landesinvestitionsprogramm für Kinos

Nach Ansicht des Geschäftsführers der gemeinnützigen Filmland Mecklenburg-Vorpommern GmbH, Volker Kufahl, ist die Testinfrastruktur mangelhaft, wodurch sich potenzielle Kinogänger nicht "freitesten" könnten - selbst wenn sie wollten. Das von Bettina Martin (SPD) geführte Kulturministerium verwies auf eine Vielzahl von Hilfen für den Kulturbereich. So sei die Laufzeit des 20 Millionen Euro umfassenden MV-Kulturschutzfonds bis zum 30. Juni 2022 verlängert worden. Für Kinos werde zudem ein Landesinvestitionsprogramm aufgelegt, das ihnen notwendige Investitionen und Maßnahmen zum Neustart erstatte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Die Nachrichten | 06.12.2021 | 06:00 Uhr