Emanuelle Devos beim Elaborieren einer Duftkreation im französischen Spielfilm "Parfum des Lebens" © Happy Entertainment

Diese Kinofilme lohnen im August den Gang ins Kino

Stand: 28.08.2021 00:01 Uhr

Seit der breiten Kinoöffnung im Juli hat das Geschäft an der Kinokasse Fahrt aufgenommen. Wir geben Tipps, was im August den Gang zur großen Leinwand lohnt. Nicht verpassen sollte man etwa "Fabian" von Dominik Graf.

US-Blockbuster wie "Fast & Furious 9" und "Black Widow" gehören zu den meist gesehenen Filmen diesen Sommer. Wir möchten für den August ein paar Tipps geben, welche Filme aus Deutschland und weltweit man nicht verpassen solle.

"Tides" - Roland Emmerich produzierter-Blockbuster im Hamburger Schlick

Schauspielerin Nora Arnezeder läuft mit Waffe in einem Schiffswrack - Szene aus Tim Fehlbaums deutsch-Schweizer-Berlinale-Film (Reihe Special) "Tides" ©  2021 Constantin Film Verleih GmbH / Gordon Timpen / BerghausWöbke Filmproduktion GmbH Foto: Gordon Timpen
Astronautin Blake (Nora Arnezeder) sucht in "Tides" auf der verseuchten und fast stetig vollkommen von Wasser überspülten Erde nach Leben.

Der von Roland Emmerich produzierte Thriller "Tides" lief jüngst bei der Online-Berlinale. Er wurde im Hamburger Watt, vor der Insel Neuwerk, gedreht. Die Elite der Menschheit hat sich in der Geschichte auf einem Exoplaneten niedergelassen, muss dort aber feststellen, dass sie über die Generationen hinweg aufgrund der kosmischen Strahlung unfruchtbar geworden ist. Deshalb geht die erste Mission mit einer Astronautin, gespielt von Nora Arnezeder, zurück auf die Erde. Sie soll feststellen, ob denn eine Rückkehr für die Menschheit möglich wäre und prüfen, was hier auf unserem Planeten überlebt hat. Im Film des Schweizer Autors und Regisseurs Tim Fehlbaum schwingt bei aller Spannung des Blockbusters im Schlick mit, " dass wir mehr auf unser Zuhause aufpassen sollten, als zu sehr Expansionspläne zu schmieden", so Fehlbaum.

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Nora Arnezeder kniet im Watt - Szene aus Tim Fehlbaums deutsch-Schweizer-Berlinale-Film (Reihe Special) "Tides" ©  2021 Constantin Film Verleih GmbH/ Gordon Timpen / BerghausWöbke Filmproduktion GmbH Foto: Gordon Timpen

Berlinale-Film "Tides": Fehlbaum über magischen Dreh im Watt

Regisseur Tim Fehlbaum erzählt, wie das Team den Thriller gedreht hat: mit magischem Moment im Hamburger Watt. mehr

"Kaiserschmarrndrama" - Komödie mit Sebastian Bezzel

Dazu gehört das "Kaiserschmarrndrama". Mehr als 230.000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben seit dem 5. August für den erfolgreichsten Start eines deutschen Filmes seit Beginn der Pandemie gesorgt. Der niederbayerische Dorf-Kommissar Franz Eberhofer aus den Bestseller-Krimis von Rita Falk erlebt darin seinen siebten Fall, in dem sich das Private wie stets aufs Herrlichste mit dem Beruflichen vermischt. Auch dieses Mal bietet ein Mordfall willkommene Abwechslung. (FSK ab 12)

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Szene aus dem Film "Kaiserschmarrndrama" © Constantin Film Verleih GmbH / Bernd Schuller

"Kaiserschmarrndrama": Bayerischer Humor mit viel Gefühl

Nicht nur der deftige bayerische Humor macht die Eberhofer-Filme aus. Inmitten des Grellen finden sich auch zartere Farben. mehr

"The Suicide Squad" - Gaga-Blockbuster mit Idris Elba und Margot Robbie

Filmszene mit Comic-Helden wie Bloodsport (2.v. rechts, Idris Elba) und John Cena (r.) als Peacemaker aus "the Suicide Squad" von James Gunn © 2021 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.
Im Namen und im Auftrag der US-Regierung muss das Killer-Kommando in "The Suicide Squad" um Harley Quinn (Margot Robbie) und Bloodsport (Idris Elba, r.) Superschurken auf einer Insel in der Karibik beseitigen. Kollateralschäden sind dabei garantiert.

Viel ist über die misslungene Fassung "Suicide Squad" von 2017 gesprochen worden. Regisseur James Gunn bietet nun seine eigene, originelle Version der Geschichte um ein Killerkommando gegen Superschurken namens "The Suicide Squad". Viel Splatter, ein rasanter Soundtrack, Sylvester Stallone als King Shark, Margot Robbie als Killerin Harley Quinn, Idris Elba als Bloodsport und viele weitere Stars sorgen für actionreiches Popcornkino, das wenig Mitleid mit den Gegnern und noch weniger mit den eigenen Helden hat. Zum bombastischen Finale wird sogar Godzilla zitiert. (FSK ab 16)

"Old" - Mystery-Thriller von M. Night Shyamalan

Vier Menschen schauen aufgeregt aufs meer - Szene mit Vicky Krieps (2. v. l.) und Gael García Bernal (r.) aus "Old" © 2021 UNIVERSAL STUDIOS
In "Old" verbringt eine Familie mit wildfremden Menschen Zeit an einem abgelegenen Strand auf einer Karibikinsel, wo merkwürdige Dinge geschehen. Mit Vicky Krieps und Gael García Bernal.

Fans des Mystery-Genres kennen M. Night Shyamalan von seinen Filmen "The Sixth Sense" von 1999, "Split" von 2017 und "Glass" von 2019. Sein neuer Thriller "Old" enthält wieder viele Wendungen, die Spannung in die Geschichte bringen: Eine Familie reist zum lang ersehnten Urlaub in der Karibik an und kriegt gleich beim Empfang einen besonderen Cocktail kredenzt. Einen Tag später dürfen die vier einen Tag an einem exklusiven Strand der Insel verbringen. Welch ein Glück, denken die Eltern, gespielt von Vicky Krieps und Gael García Bernal. Am Zielort stellen die beiden bald mit Entsetzen fest, dass sich ihre Kinder in kürzester Zeit verändern. Nicht nur das: Es sind auch andere Menschen am unzugänglichen Strand - und alle verhalten sich innerhalb von Stunden wie Wahnsinnige. Ist der Ort verflucht? (FSK ab 16)

"Home" - Regiedebüt von Franka Potente um Sehnsucht nach Vergebung

Franka Potente hat ihren ersten Kinofilm mit Jake McLaughlin und Kathy Bates in Kalifornien gedreht. Über eine der Endlos-Straßen im amerikanischen Westen rollt, wo sonst nur Autos fahren, ein Typ im Trainingsanzug mit seinem Skateboard. Auf dem rasierten Kopf ein Rest leuchtend roter Haare, zum Zopf gebunden, mit Tattoos an Hals und Fingern. Leicht zu erraten, dass Marvin aus dem Gefängnis kommt. Hier kehrt ein verlorener Sohn zurück in seine Heimatstadt. Mit dem Skateboard aus Teenie-Tagen und in den Klamotten, die er als Jugendlicher bei seiner Verhaftung trug. Nur sind seither 17 Jahre vergangen. Ist das noch sein Zuhause? In geradezu zärtlichem Ton erzählt Franka Potente in ihrem ersten Film als Regisseurin von einem gefallenen Helden und der Sehnsucht nach Vergebung. (FSK ab 12)

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Szene aus dem Film "Home" © Weltkino Verleih

"Home": Film über die Sehnsucht nach Vergebung

In geradezu zärtlichem Ton erzählt Franka Potente in ihrem ersten Film als Regisseurin von einem gefallenen Helden. mehr

"Wem gehört mein Dorf?" - Doku um Tourismus und Heimat auf Rügen

Das Ostseebad Göhren gehört zu den beliebtesten Ferienorten auf Rügen. Und das bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Doch die womöglich größten Veränderungen durch Politik, Baugeschehen und Tourismus erlebte Göhren in den vergangenen rund 30 Jahren nach der Deutschen Einheit. Regisseur Christoph Eder liebt die Insel und vor allem Göhren. Der heute 33-Jährige wuchs in dem Ostseebad auf und hatte die Idee zu einem Dokumentarfilm bereits vor rund zehn Jahren. "Wem gehört mein Dorf" ist eine Liebeserklärung an Göhren, an Rügen, an engagierte Frauen und Männer in diesem Ostseebad, verbunden mit der Hoffnung, dass ein "Höher, Schneller, Weiter" im Tourismus künftig stärker reflektiert wird. Ab 12. August (FSK 0)

VIDEO: "Wem gehört mein Dorf?": Doku über Göhren auf Rügen (7 Min)

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Mehrere Frauen und Männer protestieren. © jip Film

"Wem gehört mein Dorf?": Wenn Heimat dem Tourismus weicht

Der Dokumentarfilm "Wem gehört mein Dorf?" zeigt, wie sich das Ostseebad Göhren auf der Insel Rügen seit der Deutschen Einheit verändert hat. mehr

"Fabian oder der Gang vor die Hunde" - fabelhafte Romanverfilmung von Dominik Graf

Dominik Graf hat Erich Kästners Geschichte eines Moralisten neu verfilmt. "Fabian oder der Gang vor die Hunde" war für einen Goldenen Bären nominiert und hat zehn Chancen auf den Deutschen Filmpreis 2021. Erich Kästner schrieb seinen in Berlin spielenden Roman 1931. Graf inszeniert den Stoff mit Bezügen zur heutigen Zeit und eröffnet seinen "Fabian" mit einer grandiosen Sequenz, in der er optisch von der heutigen Hauptstadt in die damalige reist. Die Kamera geht die Treppe hinunter in eine historische U-Bahnstation mit Waggons und Menschen von heute und kommt beim Heraufgehen der Treppe im Berlin der 1930er-Jahre an. Der 176-minütige Film ist hochkarätig besetzt mit Tom Schilling, Albrecht Schuch und Saskia Rosendahl sowie Meret Becker und Michael Wittenborn.

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Fabian (Tom Schilling) steht rauchend vor einer Fabrik. © Lupa Film / Hanno Lentz / DCM

"Fabian" - Eine emotionale Zeitreise durch Berlin

Dominik Grafs Neuinszenierung des Kästner Romans ist ein echtes Meisterwerk und ist zurecht in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis. mehr

"Parfüm des Lebens" - Französische Komödie um eine Parfümeurin und einen Chauffeur

Emanuelle Devos und Gregory Montel bei einer Ortsbegehung zum Elaborieren einer Duftkreation im französischen Spielfilm "Parfum des Lebens" © Happy Entertainment
Emmanuelle Devos und Grégory Montel harmonieren wunderbar als streitbares Duo mit ein Näschen für Düfte und fürs Geschäft in "Parfum des Lebens".

Der etwas tollpatschig wirkende Guillaume (Grégory Montel, bekannt aus der fabelhaften französischen Serie "Call My Agent") kämpft um das Recht, seine Tochter weiter sehen zu dürfen. Vor dem Scheidungsgericht braucht er dafür eine Arbeitsbescheinigung. Der Chauffeur für Spezialkunden nimmt daher einen schwierigen Job an: Er soll die hochnäsige Kundin Anne Walberg (Emmanuelle Devos) überall hinbringen und ihre Koffer schleppen. Doch sie ist nicht nur wortkarg - sie verbietet ihm das Rauchen und weist ihn auch noch an, ihre Bettwäsche zu wechseln und zu ihren Aufträgen mit zu den Gesprächen zu kommen.

Ein Bitte oder Danke kommt ihr dabei nicht über die Lippen. Wie sich herausstellt, möchte sie fortan nur noch ihn als Chauffeur, denn auch Guillaume scheint ein Talent für Duftnoten zu haben, die Madame Walberg für ihren Job braucht: Sie ist Duftschöpferin. Das ungleiche Duo kommt sich bei schlagfertigen Streitgesprächen und Aufträgen näher und lernt dabei mehr über die eigenen Wünsche - und den Umgang mit anderen Menschen. Der leichtfüßige Spielfilm mit dunklen Momenten ab sechs Jahren von Grégory Magne startete am 19. August.

VIDEO: Kino-Check: "Der Hochzeitsschneider von Athen" und "The Father" (4 Min)

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NDR Info | Kultur | 26.08.2021 | 07:20 Uhr