Herrenhäuser Gespräch - Kirchenumnutzung in Deutschland

Stand: 15.02.2021 17:18 Uhr

Viele Kirchen stehen leer. Es fehlt an Geld für den Unterhalt. Wie kann eine sinnvolle, respektvolle Nutzung aussehen? Ein Herrenhäuser Gespräch über religiöses und historisches Erbe, Architektur und Pragmatismus.

In Deutschland und anderswo in Europa können viele Kirchengebäude nicht mehr von kirchlichen Institutionen betrieben und unterhalten werden. Sie werden verkauft, vermietet, zweckentfremdet. Die Praktiken der "Kirchenumnutzung" unterscheiden sich enorm. So dient etwa die frühere Kirche der brandenburgischen Gemeinde Milow als Sparkassenfiliale. Vor den Toren Magdeburgs wird an der Elbe im Chorgestühl ein Restaurant betrieben. Derart radikale Lösungen sind aber die Ausnahme.

In der Regel suchen die Gemeinden nach Konzepten, die respektvoll an die einstige Geschichte des Bauwerkes anschließen. Wie können frühere Kirchengebäude sinnvoll unterhalten und betrieben werden? Vor welche Herausforderungen stellen uns Denkmalpflege und Architektur? Und was bedeutet es für die Kirche, sich von Gotteshäusern loszusagen? Darum geht es in diesem digital geführten Herrenhäuser Gespräch.

Miteinander sprechen:

Dr. Petra Bahr, Regionalbischöfin des Sprengels Hannover der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers

Prof. Tim Rieniets, Architekt, Fakultät für Architektur und Landschaft, Leibniz Universität Hannover

Dr. Stefan Krämer, stellvertretender Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg

Moderation: Dr. Ulrich Kühn, NDR Kultur

Die Herrenhäuser Gespräche sind eine Veranstaltungsreihe von der VolkswagenStiftung und NDR Kultur.

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Sonntagsstudio | 21.02.2021 | 20:00 Uhr