Stand: 27.06.2019 05:58 Uhr

Eutiner Festspiele beginnen mit "Kiss me, Kate"

von Thorsten Philipps

Ein heißer Start steht den Eutiner Festspielen bevor. Bei tropischen Temperaturen heißt es am Freitag "Kiss me, Kate" von Hardy Rudolz. Da dürfte so mancher eine Flasche Wasser mit auf die Freilichttribüne nehmen.

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Oper und Musical bei den Eutiner Festspielen

Schleswig-Holstein Magazin -

Mit Musicals versuchen die Eutiner Festspiele auch jüngeres Publikum nach Eutin zu holen. Das Konzept aus Tradition und Moderne zahlt sich aus: 33.400 Zuschauer besuchten 2018 die Festspiele.

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Susanne Klüver sitzt vor der Nähmaschine, um sie herum liegen Kleider, Röcke und Hosen in Rot, Blau, Grün und Weiß. Die Kostümbildnerin kümmert sich um die letzten Änderungswünsche der Stars und hat kurz vor der öffentlichen Generalprobe von "Kiss me, Kate" noch alle Hände voll zu tun. "Die letzten Röcke doch noch mal einen Tick enger, weiter, kürzer oder länger. Das hat sich jetzt im Laufe der Proben rausgestellt. Das müssen wir jetzt noch machen."

Leichte Kost in bunten Kostümen

Am Freitag werden diese Kostüme über die Freilichtbühne in Eutin wirbeln. Dann öffnet sich ein roter Vorhang und noch mehr bunte Kostüme laufen auf die Bühne. Neben dem goldenen Bilderrahmen mit rotem Vorhang stehen Wände, auf denen Backsteine gemalt sind. Das Musical soll das Publikum mit leichter Kost unterhalten, erzählt der Geschäftsführer Falk Herzog: "Ich freue mich tierisch auf den Start, weil man in den letzten Tagen gesehen hat, wie sich ganz viele Puzzleteile zusammengefügt haben."

"Kiss me, Kate": Bilder der Proben

Eine Zeit mit Höhen und Tiefen

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"Kiss me, Kate" ist angelehnt an Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung".

Neben "Kiss me, Kate" ist im diesjährigen Programm noch die Verdi-Oper "Ein Maskenball", eine Art Abschiedsgeschenk von der künstlerischen Leiterin der Festspiele Dominique Caron. Nach acht Jahren ist für sie nach dieser Saison Schluss. "Es ist immer traurig, wenn man nicht dabei ist," sagt Caron. "Acht Jahre sind allerdings keine Ära, sondern eine wunderschöne Zeit - manchmal mit Höhen und Tiefen. Ich war noch nie so lange an einem Ort." Sie möchte etwas hinterlassen, auf das aufgebaut werden kann. "Wenn die Menschen im nächsten Jahr auf diese Bühne schauen, erwartet sie hoffentlich eine gleichbleibende Qualität. Das ist eine Latte, die für alle gilt."

"Die Unterhosen kommen gut zum Einsatz"

Auch Susanne Klüver ist traurig, dass mit dem Weggang von Dominique Caron die Festspiele ein Schwergewicht der klassischen Musik verlieren. Sie hat sich Karten für das Musical und die Oper gekauft: "Was man genäht hat, muss man ja unbedingt noch mal in Aktion sehen." Neulich habe sie einen Ausschnitt von einer Probe gesehen und zu einer Kollegin gesagt: "Die Unterhosen, die du genäht hast, finden tollen Einsatz auf der Bühne." Mehr will Klüver aber nicht verraten. "Es war spaßig und schön zu sehen. Da kann man auch ein bisschen stolz sein, dass man dazu beigetragen hat."

Dieses Thema im Programm:

NDR Kultur | Klassisch unterwegs | 26.06.2019 | 17:40 Uhr

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