Stand: 03.09.2020 12:30 Uhr

Albert Schweitzers Leben war seine beste Predigt

von Julia Heyde de López
Das undatierte Archivfoto zeigt Albert Schweitzer im Urwaldhospital in Lambarene (Gabun). © dpa - Bildarchiv Foto: epd-Bild
Nach seiner Rückkehr aus Afrika arbeitete Albert Schweitzer als Assistenzarzt und Vikar in Straßburg.

Dieser Mann besaß unglaublich viele Talente: Er war Philosoph, Theologe, Musiker, Arzt, ein guter Prediger und einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts: Albert Schweitzer. Berühmt geworden, auch weil er 1913 seine Heimat, das Elsass, verließ und nach Lambarene ging, ein Ort im heutigen Gabun. Dort baute er mitten im Regenwald eine Krankenstation auf.

Schweitzer ging vom bequemen Weg ab

In seinen Erinnerungen erzählt er, wie es war, als er damals Freunden und Familie mitteilte, dass er nach Afrika gehen würde. Die waren wenig begeistert und versuchten erstmal, ihn davon abzubringen. Schweitzer hatte viele Diskussionen durchzufechten. Aber für ihn war klar, wenn ein Mensch der von Jesus verkündeten Liebe dienen will, (so drückt er es aus) dann kann es ihn "aus seiner Bahn werfen". Es kann bedeuten, dass er vom bequemen und vorgegebenen Weg abbiegen muss. Und Schweitzer fand es merkwürdig, dass den Leuten dieser Gedanke so fern lag, "obwohl sie es im Neuen Testament lasen und es dort ganz in Ordnung fanden ..." (Seite 104)

Glaube ist nicht Theorie, sondern Praxis

Schweitzer macht deutlich: Glaube ist keine reine Kopfsache. Sondern muss sich ganz praktisch übersetzen ins Fühlen und ins Handeln. Er war bereit, sich unterbrechen und leiten zu lassen, um ganz für andere Menschen da zu sein, die Hilfe brauchen.

Heute ist Albert Schweitzers Todestag, er starb vor 55 Jahren. Und sein Leben war seine beste Predigt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Morgenandacht | 05.09.2020 | 06:20 Uhr

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