Sendedatum: 20.02.2020 18:15 Uhr

Trauer und Wut über Gewalttat in Hanau

von Julia Heyde de López
Ein Polizist mit Maschinenpistole steht am 20. Februar 2020 vor einer Polizeiabsperrung in Hanau, im Hintergrund sind Rettungskräfte zu sehen © Boris Rössler/dpa
Nach der Gewalttat in Hessen herrschen Wut und Trauer.

Trauer und Wut, mal wieder. Seit heute früh bewegen uns die Nachrichten aus der hessischen Stadt Hanau, wo gestern Abend ein Mann neun Menschen erschossen hat. Wahrscheinliches Tatmotiv: Rassismus. Die Bundeskanzlerin hat ihre Anteilnahme ausgedrückt, und sie fand klare Worte: Rassismus und Hass seien ein Gift, dass in unserer Gesellschaft existiert und das schuld ist an viel zu vielen Verbrechen der vergangenen Jahre.

An der Seite aller Menschen stehen

Rassismus tötet. Und es wird höchste Zeit, dass wir alle zusammen mal ernsthaft überlegen, wie wir aufstehen gegen die rechtsterroristische Gewalt. Vieles in unserem Leben, in unserer Gesellschaft ist kompliziert. Aber in einer Sache kann es keine Kompromisse geben. Ich sag es mal biblisch mit dem Satz, den jeder kennt: "Liebe deinen Nächsten - denn er ist wie du!" Unterschiede in der Hautfarbe, in der Sprache, der Herkunft, im Glauben, nach dem Willen Gottes zählt all das überhaupt nicht. Null. Gar nicht.

Die Morde in Hanau machen mich wütend. Und traurig. Ich möchte, dass Menschen egal welcher Herkunft, egal welchen Glaubens sich in unserem Land sicher fühlen und keine Angst haben müssen. Und ich schließe mich den Worten des Bundespräsidenten an, der sagte: "Ich stehe an der Seite aller Menschen, die durch rassistischen Hass bedroht werden. Sie sind nicht allein."

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Am Tatort im Stadtteil Kesselstadt in Hanau wurden Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt. © dpa-Bildfunk Foto: Andreas Arnold

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 | Moment mal | 20.02.2020 | 18:15 Uhr

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