Streuobstwiese auf dem Gelände von Kloster Nütschau © Kirche im NDR Foto: Christine Raczka

Streuobstwiesen sind biologisch vielfältig und wichtig

Sendedatum: 30.04.2021 10:40 Uhr

Erstmals findet am 30. April europaweit der erste "Tag der Streuobstwiese" statt. Naturschützer wollen damit die Bedeutung der Wiesen für Menschen, Pflanzen und Tiere betonen.

von Julia Heyde de López

Die Kirschblüte - in Japan alte Tradition, auf Instagram Trend, und jedes Jahr wieder wunderschön. Ob Kirsche, Apfel, Birne, Pflaume, alle Obstbäume stehen derzeit in voller Blüte. Toll anzusehen, besonders auf den großen Streuobstwiesen. Davon gibt es in Mitteleuropa besonders viele. Sie sind biologisch sehr vielfältig und dementsprechend wichtig.

Laut Angaben des Naturschutzbundes NABU sind sie Heimat für weit über 5.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Deshalb ist es auch kein Zufall, dass am Freitag europaweit der "Tag der Streuobstwiese" begangen wird.

Ein guter Baum bringt gute Früchte

"Bäume gehören zu den stillen Freunden des Menschen", las ich kürzlich. Und das stimmt. Sie machen vor, wie man sich nach unten verwurzelt, um sich gen Himmel zu strecken. Sie überdauern kalte Winter und Stürme, ganz gelassen. Spenden großzügig Schatten, spenden Früchte.

In der Bibel sind Obstbäume sinnbildlich: "Ein guter Baum bringt gute Früchte", meint das Evangelium, und da geht es nicht um Botanik. Sondern um uns. Und wenn ich dieses Bild mal weiterführe, dann hieße das: Um gute Früchte zu bringen, müssen wir erstmal blühen. Alle zusammen, wie eine Streuobstwiese. Da zählt jede und jeder einzelne, und die volle Schönheit entfalten wir gemeinsam.

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 30.04.2021 | 10:40 Uhr

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