Zerknüllte Weltkugel © photocase Foto: Unschuldslamm

Kolumne: "Wie will ich leben?"

Stand: 22.11.2020 07:30 Uhr

Die Corona-Pandemie hat die Welt aus den Angeln gehoben, wirtschaftlich, politisch, sozial. Was können wir nachhaltig verändern? Damit beschäftigt sich die ARD-Themenwoche vom 15. bis 21. November 2020.

von Marco Voigt

In dieser Woche laufen im Ersten und auf allen Radiowellen des NDR viele Beiträge zum Thema "Wie wollen wir leben?" Ich habe mir schon einiges angesehen und angehört und bin ins Nachdenken gekommen. Wie will ich eigentlich leben? Wie kann ich meinen Beitrag dazu leisten, dass auch meine Kinder eine lebenswerte Zukunft haben? Ich gebe zu, dass sich bei mir einige schlechte Angewohnheiten eingeschlichen haben. Ein Beispiel: Das Auto zu nehmen, ist einfach sehr verlockend, auch wenn der Weg nicht weit ist und ich stattdessen mit dem Fahrrad fahren könnte. 

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Eine Weltkugel wird von zwei Händen schützend gehalten © fotolia.com Foto: dp@p

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Aber in dieser Woche habe ich gelernt, dass ein Auto im Schnitt 23 Stunden pro Tag ungenutzt rumsteht. Wenn ich mich in der Stadt umschaue, entdecke ich überall parkende Autos. Und die brauchen viel Platz. Platz, den wir auch dafür nutzen könnten, um breitere Radwege anzulegen und Bäume zu pflanzen. Damit könnten wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Es wäre weniger gefährlich und darum viel attraktiver, mit dem Fahrrad zu fahren. Weniger Autoabgase und zugleich mehr Bäume würden die Luft in den Städten sauberer machen. Und die Bäume würden sogar dafür sorgen, dass sich unsere Städte im Sommer nicht so stark aufheizen. Die Lösungen, wie es sein könnte, sind alle schon da. Wir müssen die Ideen nur in die Tat umsetzen. Ein Lied, das ich aus dem Gottesdienst kenne, macht mir da Mut: "Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,  weil Leben heißt, sich regen, weil Leben wandern heißt."

Marco Voigt, Radiopastor in Kiel © Kirche im NDR
Radiopastor Marco Voigt will zukünftig mehr Fahrrad fahren.

Das kann ich doch wörtlich nehmen: Mehr Bewegung hält mich fit! Darum will ich den neuen Wegen vertrauen. Auch - oder gerade - wenn es Radwege sind. "Vertraut den neuen Wegen" endet mit hoffnungsvollen Worten, denen ich seit dieser Woche mehr denn je traue und die einen Hoffnungs-Anker von mir bekommen: "Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit."

Kreuz, Herz oder Anker? So heißt die Kolumne der Kirche im NDR. Jeden Donnerstag vergeben die Radiopastoren und Redakteure ein Kreuz für Glauben, ein Herz für die Liebe oder einen Anker für das, was hoffen lässt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 22.11.2020 | 07:30 Uhr

Ein Herz, Kreuz und Anker aus Filz an einer Öse © Jürgen Gutowski

Kreuz - Herz - Anker

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