Ein Brief mit drei kleinen Herzchen liegt auf einem Tisch. © Eliza / photocase.de Foto: Eliza / photocase.de

Liebesgrüße von den Liebsten

Sendedatum: 25.09.2021 07:50 Uhr

Einen zu bekommen, erfreut und macht froh und dankbar. Egal, ob man verliebt ist oder die Kinder einem schreiben. Auch die Bibel spricht überschäumend von der Liebe.

von Pastorin Susanne Richter

Nix mit sachlich, nüchtern, funktional. Liebesbriefe tragen dick auf. Sie klotzen. Liebesbriefe sind poetisch, schäumen über, gehen verschwenderisch mit Zuneigung um. Die meisten Liebesbriefe entstehen in akuter Verliebtheitsphase. Klar, so besoffen vor Glück wie man da ist - das muss ja irgendwo hin. Später werden sie seltener.

Schade, finde ich! Denn es ist nicht nur schön, einen Liebesbrief zu bekommen, es macht auch froh und dankbar, einen zu schreiben: Das Positive stark machen, wie schön sein Lächeln ist, wie doll man sich auf das Wochenende mit ihr freut.

Etwas Zuneigung für uns alle

Meistens zählt man ja nur die Post zwischen Verliebten zur Kategorie "Liebesbrief". Seitdem ich Kinder habe, sehe ich das etwas anders. Ich bekomme manchmal eine mit Buntstiften gemalte Herzchen-Landschaften mit dick "Mama" darauf. Und bin dann ganz gerührt und glücklich über diesen Liebesbrief.

Eine Portion Zuneigung in diesem Moment ohne Wenn und Aber. Ich finde, das können wir alle gut gebrauchen. Darum gefällt es mir auch so, dass über die Bibel gesagt wird, dass sie ein Liebesbrief von Gott an die Menschen ist. Da ist was dran: Die Bibel ist wenig nüchtern, sie ist poetisch überschäumend. Und im Zentrum steht die Botschaft: Wir werden geliebt. Wir alle.

Am Sonntag ist Tag des Liebesbriefes. Gute Gelegenheit, mal wieder einen zu schreiben!

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 25.09.2021 | 07:50 Uhr

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