Sendedatum: 17.03.2019 15:30 Uhr

Die fröhlichen Missionarinnen vom Kloster Nette

Missionarinnen, gibt es die noch? Und wenn ja, was machen die eigentlich heutzutage? Um das zu erfahren, muss Annette Behnken nicht erst um die halbe Welt reisen, sondern nur bis an den Stadtrand von Osnabrück. Hier, im lieblichen Nettetal, wohnen die Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens. Eine von ihnen ist Schwester Agnes. Die aus dem Ruhrgebiet stammende Ordensfrau hat fast vierzig Jahre in Brasilien verbracht und von dort nicht nur viele Erfahrungen, sondern auch jede Menge leckere Rezepte mitgebracht.

In der Küche von Kloster Nette kochen Schwester Agnes und Annette Behnken ein brasilianisches Gericht. © NDR/Kirche im NDR/Christine Raczka

Die fröhlichen Missionarinnen vom Kloster Nette

Klosterküche -

Missionarinnen, gibt es die noch? Moderatorin Annette Behnken findet sie am Stadtrand von Osnabrück. Im Nettetal leben die Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens.

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Gemeinsam mit Annette Behnken kocht Schwester Agnes für die Klosterküche diesmal ein typisch brasilianisches Gericht. Einen Eintopf mit schwarzen Bohnen, dazu einen Mango-Tomaten-Salat. Auch der Nachtisch klingt exotisch: süße Avocadocreme mit Zitrone und Crème fraîche.

Menschen nicht belehren, sondern begleiten

Während das Essen auf dem Herd steht, berichtet Schwester Agnes von der Zeit in Übersee. Der Arbeit als Krankenschwester und Sozialarbeiterin, von Malaria und Goldrausch, von großer Armut und großer Lebensfreude. "Anfangs war das ein Kulturschock", erzählt sie, "aber ich habe viel von den Einheimischen gelernt." Entscheidend sei nicht das, was man hat, sondern das, was man ist. Mission, das bedeutet für Schwester Agnes, die Menschen nicht belehren, sondern sie begleiten. Handeln, statt Reden. "Man kann nicht Nächstenliebe predigen, ohne sie zu praktizieren." Als Vorbild dient den Netter Schwestern die heilige Mutter Maria. "Ich stelle mir Maria als einfache und lebenspraktische Frau vor", sagt Schwester Karola, die sich als Generalökonomin um die Finanzen des Ordens kümmert. Es gehe darum, zu den Menschen zu gehen, etwas zu tun. Manchmal gehe es auch nur ums da Sein.

 

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Brasilianisches Essen made in Osnabrück

Mit tatkräftiger Unterstützung der Moderatorin schmückt Schwester Karola die alte Kapelle mit Sonnenblumen. Denn heute ist in Nette ein besonderer Tag. Begangen wird das Fest zu Ehren der Ordenspatronin Maria. Später werden alle Schwestern zwischen den fröhlich gelb leuchtenden Blüten gemeinsam mit Annette Behnken einen sehr persönlichen Gottesdienst feiern. Vorher ist noch einiges zu tun: Im kleinen Büro der Missionsprokur packt die Pastorin mit Schwester Agnes Pakete, die später nach Brasilien geschickt werden sollen. Von hier aus hält die ehemalige Sozialarbeiterin Kontakt zu ihren Mitschwestern in den Missionsstationen, berichtet von Deutschland nach dort und umgekehrt.

Nach getaner Arbeit treffen sich dann alle im Speisesaal wieder - dem Refektorium, wie man hier sagt. Bei einem echt brasilianischen Klosteressen, made in Osnabrück.

Rezepte

Brasilianisches Bohnengericht mit Risotto

Bei dem Eintopf namens "Feijoada" handelt es sich um ein brasilianisches Nationalgericht. Zu den deftigen Bohnen mit Kasseler werden Risotto und ein Mango-Tomaten-Salat gereicht. mehr

Avocado-Dessert nach brasilianischer Art

Die fett- und vitaminreiche Frucht eignet sich auch prima als Nachspeise. Die Avocado wird dafür mit Crème fraîche, Vanille-Zucker und Pistazien verfeinert. mehr

Dieses Thema im Programm:

Klosterküche | 17.03.2019 | 15:30 Uhr

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