Stand: 16.08.2020 07:30 Uhr

Kolumne: "Zurück zu einem Stück Normalität"

von Stefanie Grossmann
Martin Grubinger (Mitte), Slavik Stakhov und Richard Putz spielen in einem Truck vor Publikum. © Stefanie Grossmann
Konzert vor 500 Zuschauern: Der Schlagzeuger Martin Grubinger (Mitte) spielt im Rahmen des SHMF auf einem Parkplatz in Eutin.

Ein strahlender Sonntagnachmittag, blauer Himmel, 32 Grad: Auf einem Parkplatz in Eutin steht ein offener Truck, der Laderaum zu einer Bühne umfunktioniert. Mit einer fulminanten Energie spielt der österreichische Musiker Martin Grubinger auf Marimbaphon, Bongo und Schlagzeug - "Drums on Wheels" für mich das erste Konzert nach einer langen Pause kultureller Veranstaltungen, bedingt durch die Corona-Krise.

Events finden unter Corona-Regelungen statt

Natürlich findet das Ganze unter Hygienebedingungen statt: mit Maske zum Platz, auf Abstand sitzen. Selbst die Künstler zeigen sich zunächst mit Mund-Nasen-Bedeckung. Aber genauso wie wir Zuschauer haben sich auch die Künstler nach solchen Events zurückgesehnt. Auftritte im Fernsehen seien ja mal okay, aber nichts sei schöner als vor Publikum  zu spielen, sagt Grubinger.

Kino geht auch mit Abstand und Absperrbändern

Es ist wichtig, in diesen unsicheren Zeiten ein Stück Normalität zurückzuhaben. Das stimmt zuversichtlich, trotz etlicher Einschränkungen. Lieber mal die Hände desinfizieren und in eine Kontaktliste eintragen, ganz viel Abstand halten und zwischen Absperrbändern sitzen - und trotzdem ins Kino gehen können. Dabei herrlich abschalten. Und nicht an die Unkenrufe denken - "wir haben schon eine zweite Welle". Selbst die meisten Virologen sehen das nicht so pessimistisch.

Neue Normalität wertschätzen und genießen

Stefanie Grossmann © Kirche im NDR Foto: Christine Raczka
Trotz Corona-Krise geht es darum, die kleinen Schritte in Richtung Normalität wertzuschätzen, findet Kirchenredakteurin Stefanie Grossmann.

Konzert und Kino - beides ist wieder möglich, wenn auch anders. Das wird sicher noch eine längere Zeit so bleiben, denn eine Pandemie geht nicht so schnell vorüber. Das ist klar. Doch ich möchte diese kleinen Schritte zu mehr oder einer anderen, neuen Normalität wertschätzen und genießen. Und nicht immer nur die Stimmen von Schwarzmalern im Ohr haben. Vielleicht hilft ihnen ein Anker für mehr Hoffnung und Optimismus. Alles wird gut - daran glaube ich ganz fest.

Kreuz, Herz oder Anker? So heißt die Kolumne der Kirche im NDR. Regelmäßig vergeben die Radiopastoren und Redakteure ein Kreuz für Glauben, ein Herz für die Liebe oder einen Anker für das, was hoffen lässt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 16.08.2020 | 07:30 Uhr

Ein Herz, Kreuz und Anker aus Filz an einer Öse © Jürgen Gutowski

Kreuz - Herz - Anker

Kreuz, Herz oder Anker? So heißt die Kolumne der Kirche im NDR. Regelmäßig vergeben unsere Autoren ein Kreuz für Glauben, ein Herz für Liebe oder einen Anker für Hoffnung. mehr

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