Harry Potter (Daniel Radcliffe) entdeckt einen geheimnisvollen Gang. © picture-alliance / dpa | dpa-Film Warner

"Harry Potter verkörpert viele Werte"

Stand: 20.11.2021 09:22 Uhr

Am 22. November 2001, vor 20 Jahren, kam der erste Harry Potter-Film in die deutschen Kinos: "Harry Potter und der Stein der Weisen". Bis heute ist er der berühmteste Zauberlehrling aller Zeiten.

von Kirchenredakteur Klaus Böllert

Weil es in den Romanen und Filmen nur so von Hexen und Zauberern, von Magie und Schattenwesen wimmelt, gab es aus dem Vatikan Kritik an Harry Potter. Theologe und Film-Fan Nikolaus Wandinger findet das unbegründet und sagt: Wer nach christlichen Motiven sucht, wird bei Harry Potter schnell fündig. Bis hin zu einem Bibelvers.

Auf dem Grab von Harrys Eltern steht der Satz: "Der letzte Feind, der besiegt wird, ist der Tod." Also, die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, sondern Hoffnung auf Leben nach dem Tod.
Erster Korinther-Brief

Harry Potter ist ein Retter, kein Messias

Überhaupt: Harry Potter verkörpere viele Werte, die auch im Christentum wichtig sind. Dumbledore werde nie müde, Harry zu erklären, dass die Gabe der Liebe das ist, was ihn zu etwas Besonderem macht. Die Mutter von Harry opfere sich aus Liebe zu ihrem Sohn. Und am Ende sei Harry auch bereit, sich zu opfern, um die Welt zu retten vor dem bösen Lord Voldemort. Das seien christliche Motive: Selbsthingabe aus Liebe.

Dass manche Harry Potter deshalb gleich zu einem Messias wie Jesus gemacht haben, hält Nikolaus Waldinger dann aber doch für übertrieben: "Er ist sicher ein Retter, ein Heilbringer, aber ein Messias mit den vollen religiösen Untertönen, würde ich doch dann eher verneinen. Es reicht ja auch, der berühmteste und erfolgreichste Zauberlehrling aller Zeiten zu sein."

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NDR 2 | Moment mal | 22.11.2021 | 18:15 Uhr

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