Bunte Putzschwämme © photocase Foto: kathi_schüler

Frühjahrsputz - Nicht nur Last sondern auch befreiend

Sendedatum: 26.03.2021 10:40 Uhr

Raum schaffen, Überflüssiges loslassen, leichter werden: Beim Frühjahrsputz in der Fastenzeit geht es nicht nur darum den Körper zu reinigen, sondern auch das Zuhause.

von Julia Heyde de López

Die Fenster sind als erstes dran. Die grauen Schlieren vom Winterregen müssen weg. Und danach stelle ich die ganze Wohnung auf den Kopf. Wenn schon Frühjahrsputz, dann gründlich. Das kann sich bei mir schon ein, zwei Wochenenden hinziehen. Kürzlich las ich, dass der Frühjahrsputz besonders in Ländern mit kalten Wintern Tradition hat. Ist ja auch logisch. Früher wurde viel mit Holzöfen geheizt und da sammelte sich über die Wintermonate viel Ruß und Staub in den Häusern an. Im Frühling wurden dann die Feudel geschwungen. 

Überflüssiges loslassen und leichter werden

Aber auch religiös betrachtet, passt das Putzen gut in diese Zeit. Die Wochen vor Ostern sind eine Zeit der Vorbereitung. Man fastet, reinigt Körper und Seele, bevor das Fest der Auferstehung gefeiert wird. Da macht es Sinn, auch die Umgebung gründlich durchzuwischen und in die sonst vernachlässigten, schwer erreichbaren Ecken zu gucken. 

So erlebe ich den Frühjahrsputz nicht unbedingt nur als Last oder überfälligen Kampf gegen Staubmäuse, sondern auch als befreiend. Es geht darum, Raum zu schaffen, Überflüssiges loszulassen, leichter zu werden. Und Licht hereinzulassen, durch die Fenster, außen und innen.

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 26.03.2021 | 10:40 Uhr

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