Sendedatum: 25.08.2019 09:15 Uhr

"Leben des Brian" setzt Zeichen gegen Hardliner

von Oliver Vorwald
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Im Jahr 1979 kam "Das Leben des Brain" in die Kinos.

"Zur Kreuzigung? Aus der Tür, linke Seite. Jeder nur ein Kreuz bitte. Nächster." Heute Kult, doch vor 40 Jahren verursacht dieser Dialog bei vielen Schnappatmung. Im August 1979 kommt "Das Leben des Brian" in die Kinos, eine hinreißend kluge und provozierende Bibelpersiflage. Der Film der britischen Komikertruppe Monty Python gipfelt in einem irren Finale. Die Römer errichten Kreuz um Kreuz. Aber Gekreuzigten wippen mit den Zehen, scherzen und singen: "Nimm's leicht. Schau' einfach auf die Sonnenseite des Lebens."

Gläubigen laufen Sturm gegen "Leben des Brian"

Die Gläubigen laufen natürlich Sturm gegen "Das Leben des Brian". Dabei wollen die Pythons um John Cleese Gott gar nicht lächerlich machen. "Comedy lebt von Neid, Gier, Dummheit. Jesus hatte nichts davon", sagen sie. Den Kult-Komikern geht es mit ihrem Film um ganz etwas anders.

Film würdigt Jesus als wahren Messias

"Das Leben des Brian" ist eine Verwechslungsgeschichte. Brian wird in der derselben Nacht wie Jesus geboren - im Film: einen Stall weiter. Durch einen Zufall wird Brian ebenfalls zu einem Messias ausgerufen, allerdings gegen seinen Willen. Komische Szenen entstehen. Sie führen vor Augen, wie banal und boshaft religiöse Hardliner sein können. Jesus hingegen bleibt der Messias, wie ihn die Evangelien zeigen. Gottes Sohn - voller Nächstenliebe.  

1989 stirbt Graham Chapman, der Brian-Darsteller. Im Trauergottesdienst singen Monty Python noch einmal ihr Lied: "Nimm's leicht. Schau' einfach auf die Sonnenseite." Damit zeigen sie, wie ernst ihnen die Botschaft ihres Filmklassikers ist. 40 Jahre wird der nun alt.  "Das Leben des Brian" persifliert religiösen Fundamentalismus. Und es würdigt Jesus als wahren Messias.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 | Moment mal | 25.08.2019 | 09:15 Uhr