Stand: 31.01.2019 13:45 Uhr

Neujahrsgrüße - Von Deutschland bis Asien

von Oliver Vorwald

"'Ein frohes Neues‘. Im Februar ist endlich Schluss damit. Gibt es denn da eine Regel? Wie lange soll und darf ich ein 'frohes neues Jahr' wünschen?“

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In Asien beginnt am 5. Februar das Jahr des Schweins.

Chinese New Year. In Asien haben sie den Marathon mit Neujahrsgrüßen erst noch vor sich. Nächste Woche ist es soweit: Am 5. Februar beginnt das Jahr des Erd-Schweins. Und das feiern die Menschen in China, Korea und Singapur - genauso in den westlichen Chinatowns, den asiatischen Stadtvierteln von Paris, London, New York. Mit ordentlich Getöse, roten Papierlaternen und natürlich vielen guten Wünsche.

"Xīnnián kuàilè", "gōnghè xīnxǐ" und "gōngxǐ fācái" - so klingen "Frohes Neues", "Glück und Segen", "Erfolg und Wohlstand" auf Chinesisch. Was hierzulande Freunde, Verwandte, Kollegen in den Januarwochen einander zurufen, geschieht im asiatischen Raum im Februar.

Jüdisches Neujahrsfest ist im Herbst

Und damit nicht genug. Es gibt noch weitere Neujahrstermine: Da wäre zum Beispiel "Rosch haschana", das jüdische Neujahrsfest. Das fällt laut jüdischen Kalender in den September oder Oktober. Dazu gehören das Schofar-Horn-Blasen und natürlich Segenswünsche. Die lauten: "Mögest du in das Buch des Lebens eingeschrieben sein (leschono tauwo tikossëiw)" oder "Ein gutes und süßes Jahr (schona tova u’metuka)".

Neujahrsgrüße sind Segenswünsche

Die traditionellen Grüße und Wünsche sind in den ersten beiden Wochen des neuen Jahres üblich. Sie können aber auch noch am Monatsende ausgesprochen werden, sagen Etikette-Experten. Beim ersten Wiedersehen mit guten Freunden, lieben Kollegen, wichtigen Kunden. Schaden kann es in keinem Fall. Denn Neujahrsgrüße sind Segenswünsche. Und die gehören unbedingt dazu, wenn etwas Neues beginnt. Zur Geburt eines Kindes, beim Einzug ins Eigenheim, am Jahresbeginn. Nach christlichem Verständnis ist der Segen eine positive Kraft. Er macht deutlich: Alles ist bei Gott geborgen. Die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft.

Mehr aus dieser Sendereihe lesen Sie in: "Noch eine Frage, Herr Pfarrer. 111 himmlische Antworten", LVH, 2010.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 02.02.2019 | 09:15 Uhr