Sendedatum: 22.03.2020 12:40 Uhr

Ein Hoffnungslicht über alle Grenzen hinweg

von Landesbischof Ralf Meister
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Wir schwanken in diesen Tagen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, sagt Landesbischof Ralf Meister.

Es sind außergewöhnliche Tage. Wir leben in Zeiten der Bewährung. Die täglichen Nachrichten bringen uns Zahlen und Statistiken über infizierte Menschen und drastische Maßnahmen in anderen Ländern und beschreiben bedrohliche Vorhersagen. Immer weitere Einschränkungen legen sich über unser Leben. In dieser großen Ungewissheit schwanken wir zwischen Hoffnung und Verzweiflung.

Beten für die Kranken und die Helfer

Die Kirchen in England rufen nun auf, am Sonntag, dem 22. März, abends eine Kerze ins Fenster zu stellen. Es soll ein Gebet der Nation sein; mitten in der Corona-Pandemie. Betet und zündet ein Licht an! Diese Initiative will, gerade weil es an vielen Orten keine Gottesdienste mehr gibt, zum Gespräch mit Gott aufrufen. Ich stelle mir kleine Hausandachten in Abertausenden von Wohnungen und Häusern vor. Oder stille, betende Menschen, die im Kerzenlicht hinausschauen auf die verlassenen Straßen. Von dort aus zeigen die Fenster: Hier wohnt Gott.

Ein Zeichen des Gebets und des Handelns. Im Englischen klingt das pointierter: National Day of Prayer and Action. Beten für die Kranken, die Infizierten, die Ärztinnen, die Pfleger, aber auch helfen: ganz konkret. Den hochbetagten Nachbarn anrufen, für ihn einkaufen gehen, einen Brief an die alte Freundin senden, schauen wer noch Hilfe braucht.

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Eine Kerze als Licht der Hoffnung leuchtet in unsicheren Zeiten.

"Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch!", so heißt es im Petrusbrief. Machen wir aus dieser englischen Initiative eine internationale. Das Virus kennt keine Grenzen. Unsere Gebete auch nicht. Stellen wir heute Abend eine Kerze ins Fenster, abends um acht. Das Licht der Hoffnung, leuchtet in unsicheren Zeiten für uns.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 22.03.2020 | 12:40 Uhr