Sendedatum: 16.06.2020 10:40 Uhr

Der Mann, der die Wüste aufhielt

von Julia Heyde de López

Burkina Faso. Ein westafrikanisches Land, das an die Sahelzone grenzt, es gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Und es ist die Heimat von Yacouba Sawadogo. Das ist "der Mann, der die Wüste aufhielt". Eine erstaunliche Geschichte.

Yacouba Sawadogo erhält Alternativen Nobelpreis

Ein Kind steht in der dürren Landschaft in Burkina Faso neben einer Kuh. © maljaarsreinier123 Foto: maljaarsreinier123
Burkina Faso liegt in der Sahelzone und ist durch Savannenlandschaften geprägt.

Sie beginnt in den 1980er-Jahren. Burkina Faso erlebte damals eine anhaltende Dürrezeit und Hungersnot. Da beschloss Yacouba Sawadogo, die Wüste fruchtbar zu machen. Die Leute nannten ihn verrückt, aber er nahm eine Spitzhacke und legte los. Er kannte die uralte Ackerbaumethode genannt "zaï". Und er veränderte, verfeinerte sie. Eine sehr mühevolle Arbeit. Doch die Hirse, die er anbaute, und die Bäume, die er pflanzte, wuchsen und wuchsen. Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte verwandelten sich viele Hektar Wüste in eine grüne Oase. Yacoubas Geschichte wurde bekannt, er bekam sogar den Alternativen Nobelpreis.

Natürlich gab es auch Rückschläge. Das Land, fruchtbar und wertvoll geworden, wurde zur Ansiedlung freigegeben, Bäume wurden gefällt, Häuser gebaut. Doch Yacouba Sawadogo ist unerschütterlich. Er macht einfach weiter, pflanzt Bäume und Getreide. Mit der Spitzhacke. Und vor allem mit viel Gottvertrauen. Er tut das, wovon er weiß, dass es richtig ist.

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AUDIO: N-JOY Radiokirche: Yacouba Sawadogo (1 Min)

Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 16.06.2020 | 10:40 Uhr

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