Proteste in Minsk, der Hauptstadt von Belarus © Pixabay Foto: A.Matskevich

Gemeinsam für die Freiheit - Briefe an Ihar Losik in Belarus

Sendedatum: 23.04.2021 10:40 Uhr

Seit der Präsidentschaftswahl im August 2020 ist die Zahl der politischen Gefangenen in Belarus explodiert. Ihar Losik ist einer von ihnen. Briefe der Solidarität setzen sich für die Freiheit des Journalisten ein.

von Julia Heyde de López

Er heißt Ihar Losik. 28 Jahre alt, Journalist und Blogger, Vater einer kleinen Tochter. Und er sitzt zu Unrecht im Gefängnis. In seiner Heimat, Belarus, gibt es derzeit über 300 politische Gefangene. Im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen vergangenes Jahr geht der Staat gewaltsam gegen Menschen vor, die gegen das äußerst umstrittene Wahlergebnis protestieren und freie und faire Neuwahlen fordern. Ihar Losik ist seit zehn Monaten in Haft, er darf seine Familie nicht sehen, zwischenzeitlich trat er sogar in einen Hungerstreik.

Aktion "100xSolidarität" setzt sich für Inhaftierte in Belarus ein

Der Journalist und Blogger Ihar Losik © privat
Der Journalist und Blogger Ihar Losik wurde bereits im Juni 2020 festgenommen.

Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs hat jetzt einen Brief an Losik geschickt. "Ich möchte, dass Sie wissen, dass Sie nicht allein sind", schrieb sie. "Wir beten, dass Sie unverzüglich entlassen werden."

Damit beteiligte sich Kirsten Fehrs an der Aktion "100xSolidarität", die von der Evangelischen Kirche in Deutschland zusammen mit einer belarussischen Menschenrechtsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde initiiert wurde. Und nicht nur die Bischöfin engagiert sich. Unter anderem sind dabei die Autorin Margarete Stokowski, der Sänger Heinz Rudolf Kunze oder die Moderatorin Ruth Moschner. Und auch jede und jeder andere, der möchte, kann mitmachen und Briefe an die politischen Gefangenen in Belarus schicken. Um ihnen Mut zu machen und zu zeigen: Ihr seid nicht allein.

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 23.04.2021 | 10:40 Uhr

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