Eine Markierung auf der Straße zeigt, wie viel Abstand man voneinander halten soll. © NDR Foto: Benjamin Hüllenkremer

"Abstand halten ist in der Corona-Zeit überlebenswichtig"

Sendedatum: 30.10.2020 10:40 Uhr

Abstand oder Social Distancing fühlt sich jetzt im November noch strikter an als im Frühjahr oder Sommer. Aber es ist eben auch ein Gebot der Nächstenliebe.

von Julia Heyde de López

"Sie fahren mit Abstand am besten", steht auf dem Aufkleber, der für mehr Sicherheit im Straßenverkehr wirbt. Ein Wortspiel wie gemacht für die Corona-Zeit. Abstand halten ist überlebenswichtig.

Aktuell reden wir vor allem über den Abstand zu anderen Menschen: Anderthalb Meter mindestens, hier bei uns Norden dürfen es auch gerne drei bis vier Meter sein, damit wir uns wohlfühlen. Doch was man im Sommer mit ein paar Witzen wegstecken konnte, fühlt sich jetzt nochmal härter an. Noch strikter auf Abstand zu Verwandten, Freundinnen und Kollegen zu gehen, macht mich traurig, ist aber eben auch ein Gebot der Fürsorge.

Was eher selten erwähnt wird, ist ein anderer Abstand: die Distanz, die wir innerlich brauchen, zu uns selbst, für unsere eigene seelische Gesundheit. Gerade in so einer permanenten Stress-Situation wie der Pandemie. Gefühlsmäßig geht es auf und ab, das Sorgenkarussell dreht seine Runden. Da hilft es, innerlich ab und an einen Schritt zurückzutreten, die Gedanken anzuhalten, und einen Moment zu meditieren, zu atmen oder Gottes Nähe zu suchen, um sich zu erden und Ruhe und Zuversicht zurückzugewinnen. Ich denke, so kommen wir mit Abstand am besten durch die nächsten Wochen.

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Dieses Thema im Programm:

N-JOY | Radiokirche bei N-JOY | 30.10.2020 | 10:40 Uhr

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