Stand: 09.11.2018 12:16 Uhr

NDR Info im Dialog

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Egal ob positiv oder negativ: Das Feedback unserer Hörerinnen und Hörer ist uns sehr wichtig.

Fehler passieren - das ist nicht schön, sondern unangenehm und ärgerlich. Aber wo Menschen arbeiten, wo viele unterschiedliche Informationen verarbeitet werden und manchmal auch die Zeit drängt, da bleiben Fehler leider nicht aus. Auch nicht bei NDR Info.

Wir haben uns entschieden, offen damit umzugehen. Falsche und irreführende Informationen, Ungenauigkeiten und sprachliche Unzulänglichkeiten werden in der Rubrik "NDR Info im Dialog" benannt beziehungsweise richtig gestellt - in unserem Programm immer am Freitag um 9.40 und 11.40 Uhr sowie online in diesem Blog und auf unserer Facebook-Seite sowie bei Twitter. Dabei wollen wir auch auf die Kritik unserer Hörerinnen und Hörer eingehen. Was hat Ihnen gefallen - was nicht? Kam ein Ereignis zu kurz in unserem Programm? Welches Thema war für Sie das wichtigste der Woche - und was denken Sie darüber?

NDR Info ist es wichtig, möglichst das ganze Bild zu einem Thema oder einer politischen Diskussion abzubilden. Kurz: Der Dialog mit Ihnen ist uns wichtig! Schreiben Sie uns gerne per Mail - ein entsprechendes Formular finden Sie hier.


09.11.2018

Ein Fehler in der Sendung "Zeitzeichen"

Es ging in einer Ausgabe des "Zeitzeichens" auf NDR Info um den organisierten Massenmord an Juden in Polen während des Zweiten Weltkriegs. In dem Zusammenhang haben wir in der Ankündigung und der Absage der Sendung von "polnischen Vernichtungslagern" gesprochen. Das ist eindeutig falsch, es waren Vernichtungslager der Nazis im von Deutschland besetzen Polen. Leider fiel uns dieser Fehler, für den wir um Entschuldigung bitten möchten, erst nach der Ausstrahlung auf. Auch beim WDR, von dem wir die Sendung übernehmen, wurde der Fehler zu spät bemerkt. Die Podcast-Ausgabe des Zeitzeichens haben wir sofort geändert, die Sendung ist ohne diese falsche Formulierung abrufbar.

Berichterstattung zu den US-Kongresswahlen im Fokus

Zur Berichterstattung auf NDR Info über die US-Kongresswahlen gab es auch Kritik. Heinz Pelke aus Melle schrieb, wir würden US-Präsident Donald Trump "ständig schlecht reden" und würden Befürwortern seiner Politik im Programm "keinen Platz" einräumen. Diese Kritik nehmen wir sehr ernst, es ist zweifelsohne unser Anspruch, vorurteilsfrei zu berichten. Auch wenn Journalisten - ebenso wie andere Menschen - eine persönliche Haltung und eine eigene Meinung haben, darf das nicht zu einer tendenziösen Auswahl und Gewichtung  von Nachrichten führen. Für Einschätzungen, Wertungen und persönliche Meinungsäußerungen gibt es andere journalistische Formen, die dann auch klar gekennzeichnet werden müssen, zum Beispiel als Kommentar.

Zeichnen wir ein einseitiges Bild von Donald Trump?

Wir haben über diese Frage auch in unseren Redaktionskonferenzen immer wieder kontrovers diskutiert. Beispielweise als es um die Importzölle ging, die Präsident Trump erhöht hat, und den damit verbundenen Streit mit China und der EU. Hier verwenden wir etwa allein den Begriff "Zölle" beziehungsweise "höhere Zölle". Wir vermeiden wertende Zusätze wie "Strafzölle" oder "Schutzzölle".

Und wir bilden auch Befürworter der Politik des US-Präsidenten im Programm ab. Anders ließen sich seine Wahlerfolge ja auch gar nicht erklären. So hatten wir rund um die Kongresswahlen auch eine Reportage aus dem Stahlrevier Pennsylvanias im Programm, das Porträt eines Unternehmers aus Kalifornien, der Trump unterstützt, oder auch eine Analyse der republikanischen Wählerschaft - um nur einige Beispiele zu nennen. Und in der NDR Info Sendung "Redezeit" zu den Midterms hatten wir sogar sehr viele Hörerinnen und Hörer, die anriefen und der Politik von Präsident Trump zustimmten, sodass unserer Hörer Sven Becker in dem zusammenfassenden Bericht am Tag danach genau dies bemängelte.

Aber wahr ist auch, dass Trump hierzulande natürlich häufig an den Folgen seiner Politik für Deutschland und Europa gemessen wird. Und da sich sowohl viele Bundes- als auch Europapolitiker eine andere Ausrichtung der US-Außenpolitik wünschen, haben die politischen Interviews, die wir führen, häufig einen kritischen Tenor.

NDR Info Podcast "Perspektiven - Menschen mit Ideen"

Im neuen NDR Info Podcast "Perspektiven - Menschen mit Ideen" machen wir uns auf die Suche nach Frauen und Männern, die die Welt ein bisschen besser machen wollen. Wir erhalten immer wieder Zuschriften von unseren Hörerinnen und Hörern, die sich wünschen, dass wir nicht nur über Kriege und Krisen berichten. Nun können und wollen wir ja die Welt nicht besser machen, als sie ist. Das ist nicht unsere Aufgabe. Aber wir versuchen schon, unseren Blick etwas zu weiten: So haben wir ja nun schon seit zwei Jahren die Reihe "NDR Info Perspektiven" im Programm.

Für den neuen Podcast trifft nun unsere Moderatorin Birgit Langhammer solche Menschen. Los geht's mit zweien, die Deutschlands ersten Insekten-Burger aus Maden entwickelt haben, um einen Beitrag zu nachhaltigerem Fleischkonsum zu leisten. Das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, muss man auch nicht mögen, aber als Idee allemal spannend. Und die Motivation der beiden Burger-Erfinder kennenzulernen - das ist, finden wir, hörenswert.

Sprechblasen mit Buchstaben © photocase Foto: knallgrün

NDR Info im Dialog

NDR Info - Aktuell -

In "NDR Info im Dialog" beschäftigen wir uns mit Hörer-Anmerkungen, Fragen und Kritik. Dieses Mal geht's um einen Fehler, die Trump-Berichterstattung und einen neuen Podcast.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 09.11.2018 | 09:38 Uhr

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