Stand: 12.01.2018 10:15 Uhr

NDR Info im Dialog

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Egal ob positiv oder negativ: Das Feedback unserer Hörerinnen und Hörer ist uns sehr wichtig.

Fehler passieren - das ist nicht schön, sondern unangenehm und ärgerlich. Aber wo Menschen arbeiten, wo viele unterschiedliche Informationen verarbeitet werden und manchmal auch die Zeit drängt, da bleiben Fehler leider nicht aus. Auch nicht bei NDR Info.

Wir haben uns entschieden, offen damit umzugehen. Falsche und irreführende Informationen, Ungenauigkeiten und sprachliche Unzulänglichkeiten werden in der Rubrik "NDR Info im Dialog" benannt beziehungsweise richtig gestellt - in unserem Programm immer am Freitag um 9.40 und 11.40 Uhr sowie online in diesem Blog und auf unserer Facebook-Seite sowie bei Twitter. Dabei wollen wir auch auf die Kritik unserer Hörerinnen und Hörer eingehen. Was hat Ihnen gefallen - was nicht? Kam ein Ereignis zu kurz in unserem Programm? Welches Thema war für Sie das wichtigste der Woche - und was denken Sie darüber?

NDR Info ist es wichtig, möglichst das ganze Bild zu einem Thema oder einer politischen Diskussion abzubilden. Kurz: Der Dialog mit Ihnen ist uns wichtig! Schreiben Sie uns gerne per Mail - ein entsprechendes Formular finden Sie hier.


12.01.2018

Falsche Zahl

Mitte dieser Woche ist uns in unserer Berichterstattung ein Fehler passiert, über den wir uns ganz besonders geärgert haben. Und zwar geht es um eine falsche Zahl. Wir hatten darüber berichtet, dass in Norddeutschland viele Wohncontainer in Flüchtlingsunterkünften leer stehen, davon auffallend viele in Schleswig-Holstein. Der Bund der Steuerzahler kritisiert diesen Umstand. Soweit ist die Geschichte auch vollkommen korrekt. Allerdings lagen wir bei der genauen Zahl der leer stehenden Container in Schleswig-Holstein gravierend daneben. Die liegt laut aktuellen Informationen des Finanzministeriums in Kiel bei 2.150. Damit ist sie weit niedriger als 8.300, wie von uns berichtet. Wir hatten Angaben aus dem Ministerium falsch interpretiert.

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Viele Wohncontainer stehen ungenutzt leer

Zweieinhalb Jahre nach dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise stehen vor allem in Schleswig-Holstein viele der damals benötigten Wohncontainer ungenutzt leer. Jetzt wird Kritik laut. mehr

Wohncontainer für Obdachlose?

Unsere Hörerin Astrid Schroeter hat auf die Berichte über leer stehende Wohncontainer aus Flüchtlingsunterkünften reagiert. Sie hat uns geschrieben und die Idee aus Malente aufgegriffen, die Container für Obdachlose zur Verfügung zu stellen. Sie schlägt vor, dies auf breiter Front zu tun, um gerade in der kalten Jahreszeit Wohnungslosen eine Bleibe zu geben. Nun verfolgen wir Pläne zur "Umwidmung" leer stehender Flüchtlingscontainer schon seit einiger Zeit. Und immer wieder stoßen wir bei den Recherchen auf rechtliche Probleme, auf Probleme mit dem Baurecht oder dem Brandschutz - wie jetzt auch in Malente. Aber es gibt auch andere Initiativen. So haben wir bereits im vergangenen Jahr geschildert, wie solche Container genutzt wurden, um Studenten eine Bleibe zu geben oder wie sie einer Kindertagesstätte als Übergangslösung dienten. Wir werden solche Initiativen weiter verfolgen und natürlich auch weiter darüber berichten.

Viel Sondierung, wenig Inhalt?

In einer E-Mail wurde unsere Berichterstattung über die Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD in Berlin kritisiert. Da heißt es, wir hätten zu Beginn der Woche zu viel über diese Gespräche berichtet, wir hätten zu viel spekuliert, obwohl es eigentlich nichts zu berichten gab, denn alle Seiten hatten ja Stillschweigen vereinbart. Der Eindruck, es werde zu viel berichtet, kann entstehen, wenn Hörerinnen und Hörer uns über längere Zeit hören, wenn sie mitbekommen, wie wir Themen immer wieder, aber in unterschiedlicher Form und mit unterschiedlichem Blickwinkel beleuchten. Unser Ziel ist es dabei, auch diejenigen umfassend zu informieren, die uns nur für kurze Zeit einschalten - vielleicht 20 Minuten oder eine  halbe Stunde. Und der Versuch, eine tragfähige Regierung zu bilden, ist für das Land so wichtig, dass das Thema nicht unter den Tisch fallen darf. Da ist es auch für Journalisten wichtig dranzubleiben und den Akteuren so gut es geht "auf die Finger zu schauen". In einem aber ist die Anmerkung richtig: Wenn es in einer Sache nichts zu berichten gibt, dann sollten wir das auch klar sagen und dann auch gegebenenfalls darauf verzichten.

Sigmar Gabriels Wahlkreis

Auf einen Fehler im Programm hat uns unser Hörer Lutz Giese aus Goslar aufmerksam gemacht. Es geht dabei um das Treffen des deutschen Außenministers Sigmar Gabriel mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu am vergangenen Sonnabend in Goslar. Da hieß es in einer Moderation bei uns, Gabriel habe den Kollegen aus Ankara in seinen Wahlkreis eingeladen. Nun weist Herr Giese darauf hin, dass Goslar nicht zum Wahlkreis des SPD-Politikers Sigmar Gabriel gehört. Er hat mit dem Hinweis vollkommen Recht. Teile des Landkreises Goslar gehören zwar dazu, nicht aber die Stadt Goslar, wo das Treffen am vergangenen Sonnabend stattgefunden hat.

 

Ein Mann hat ein Smartphone in der Hand und hört NDR Info über die NDR Radio App. © Screenshot

NDR Info im Dialog

NDR Info -

Immer freitags informieren wir über Lob und Kritik von Hörern und blicken hinter die Kulissen von NDR Info. Dieses Mal geht es unter anderem um falsche Zahlen und die Sondierungen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 12.01.2018 | 09:38 Uhr

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