Stand: 10.05.2019 14:08 Uhr

In Gottes Namen: Religion und Gewalt in Afrika

Grenzgänger: Auslandskorrespondenten treffen Wissenschaftler
Eine Diskussionsreihe von NDR Info, NDR Fernsehen und GIGA

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Jugendliche in Nigeria berichten von Gräueltaten durch die Terrormiliz Boko Haram.

Gewaltkonflikte in Afrika nehmen zu. Seien es terroristische Anschläge in Kenia, Massenentführungen in Nigeria oder ein gewaltsamer Aufstand in Mali. So unterschiedlich diese Ereignisse sind, so werden doch häufig religiöse Motive als Hauptursache angeführt. Religion - ob Christentum, Islam oder Mischformen mit einer Vielzahl traditioneller Glaubensrichtungen - ist ein wesentlicher Bestandteil des kulturellen Lebens in vielen afrikanischen Ländern. Sie kann Gemeinschaft und Gruppenidentität, Orientierung und Regelung schaffen, wo staatliche Institutionen zu kurz greifen oder versagen und Rechtsstaatlichkeit und Zukunftsperspektiven fehlen. Religion ist dann Bindemittel des gesellschaftlichen Zusammenhalts und sozialen Friedens. Genauso aber kann Religion oder der Missbrauch von Religion Radikalisierung und Gewalt in Afrika befördern.

Wir übertragen die Podiumsdiskussion im Livestream heute ab 18.30 Uhr auf dieser Seite.

Korrespondenten diskutieren mit Experten

Inwieweit die Religion Auslöser für gewaltsame Konflikte in afrikanischen Ländern, wie z.B. Kenia, Mali, Tschad oder Nigeria ist und welche anderen Faktoren eine Rolle spielen, darüber diskutieren:

Prof. Dr. Matthias Basedau (Direktor des GIGA Institut für Afrika Studien)

Caroline Hoffmann (ARD-Korrespondentin Studio Nairobi)

Jens Borchers (ARD-Korrespondent Rabat).

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NDR Moderatorin Julia-Niharika Sen

Sie werden die religiöse Dimension dieser Konflikte aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Einsichten aus Forschungspraxis und Berichterstattung vor Ort eröffnen. Mit einem genaueren Blick für die großen Unterschiede der sehr diversen Gesellschaften des Kontinents analysieren sie Konfliktursachen, identifizieren externe Einflüsse und bieten Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung an.

Das Gespräch moderiert: Julia-Niharika Sen (NDR Auslandsmagazin Weltbilder)

NDR Info sendet eine 30-minütige Zusammenfassung der Veranstaltung in der Sendung Das Forum am Montag, 3. Juni um 20.30 Uhr.

Das GIGA German Institute of Global and Area Studies, NDR Info und das NDR Fernsehen veranstalten damit die fünfte Ausgabe der gemeinsamen Diskussionsreihe "Grenzgänger - Auslandskorrespondenten treffen Wissenschaftler". Forscher und Journalisten diskutieren über aktuelle globale Entwicklungen, die auch Deutschland und Hamburg betreffen. Bei den vergangenen Veranstaltungen standen bereits Nordkorea, China, Syrien und der Iran im Fokus.

In Gottes Namen: Religion und Gewalt in Afrika

"Auslandskorrespondenten treffen Wissenschaftler": Eine öffentliche Diskussion im Hamburger Radiohaus zum Thema "In Gottes Namen: Religion und Gewalt in Afrika".

Datum:
Ort:
Norddeutscher Rundfunk - Radiohaus
Rothenbaumchaussee 132
20149  Hamburg
Preis:
Der Eintritt ist frei.
Kartenverkauf:
Die Anzahl der Plätze ist limitiert. Bitte melden Sie sich bis zum 17. Mai unter giga-hamburg.de/grenzgaenger an.
Anmeldung:
giga-hamburg.de/grenzgaenger
Hinweis:
Aus Sicherheitsgründen möchten wir Sie bitten, vor Ort Ihren Personalausweis bereit zu halten. Einlass erhalten nur Personen, die vollständig namentlich auf der Gästeliste erfasst sind.
Ohne Vorlage des Personalausweises ist der Einlass nicht möglich. Stichprobenartig können Taschenkontrollen am Eingang durchgeführt werden.

Es findet eine TV- und Hörfunk-Aufzeichnung statt. In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass Sie sich mit Ihrer Zusage mit der Veröffentlichung von Film- und Fotoaufnahmen Ihrer Person im Rahmen der Veranstaltung einverstanden erklären.
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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Das Forum | 03.06.2019 | 20:30 Uhr