Zwischen Hamburg und Haiti

Sonntag, 28. April 2019, 07:30 bis 08:00 Uhr, NDR Info

Kopfhörer auf Globus, dahinter ein Lederkoffer  (Montage) © panthermedia, Fotolia.com Foto: Günter Slabihoud, Stocksnapper

Kunst und Kultur

NDR Info - Zwischen Hamburg und Haiti -

Die Themen im "Magazin". Von Banksy bis Bauhaus: Tel Avivs Kunstszene. Eine Stadt wie aus einem Roman: Mompox in Kolumbien. Stadt der Literatur: Lillehammer mal anders.

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In Tel Aviv gibt es ein Bauhaus-Museum mit Lampen und Möbeln aus der Epoche.

Gaudì und Barcelona, van Gogh und Amsterdam oder da Vinci und Florenz: Manche Orte sind eng verbunden mit bestimmten Künstlern, Filmfestivals oder haben einen besonderen Bezug zur Literatur. Das Magazin von "Zwischen Hamburg und Haiti" widmet sich dem Thema "Kunst und Kultur". Es unternimmt einen Streifzug durch die Kunstszene Tel Avivs, besucht Mompox in Kolumbien und reist ins norwegische Lillehammer, das sich derzeit als Ort der Literatur einen Namen macht.

Von Banksy bis Bauhaus - ein Streifzug durch die Kunstszene Tel Avivs

Eine Reportage von Isa Hoffinger

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Viele Häuser Tel Avivs sind im Bauhaus-Stil errichtet worden. Vor allem deutsche Architekten, die in den 1930er-Jahren vor den Nationalsozialisten nach Tel Aviv geflohen waren, errichteten diesen Teil der Stadt. Die sogenannte Weiße Stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wie berühmt Tel Aviv mal werden würde, ahnten bei der Gründung der Stadt im Jahr 1909 wohl nur wenige. Aber die Stadt wuchs schnell. Auch, weil die Bauhaus-Architektur den knappen Raum optimal ausnutzte. In den 1930er-Jahren begannen vor allem jüdische Architekten, die ihre Ausbildung am Bauhaus in Dessau erhalten hatten, dem neuen Vorort von Jaffa ihren Stempel aufzudrücken. Mehr als 4.000 Gebäude im Bauhaus-Stil gibt es heute noch in Tel Aviv. Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum umso mehr ein Grund, die vielseitige Kunstszene in dieser jungen Stadt zu entdecken. Isa Hoffinger hat einen Streifzug unternommen.

Weitere Informationen

100 Jahre Bauhaus im Norden

Die einflussreichste Einrichtung für Architektur und Kunst des 20. Jahrhunderts wird 100 Jahre alt. Auch der Norden begeht das Bauhaus-Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen. mehr

Mompox in Kolumbien - eine Stadt wie aus einem Gabriel García Márquez-Roman

Eine Reportage von Tom Noga

Von Mompox dürften die wenigsten Reisenden bislang gehört haben. Die Kolonialstadt liegt ziemlich versteckt in den Sümpfen des Río Magdalena in Kolumbien, 200 Kilometer von der Karibikküste entfernt. Lange Zeit war sie in Vergessenheit geraten. Beinahe 100 Jahre verbrachte das Städtchen in Einsamkeit. "100 Jahre Einsamkeit" heißt auch der bekannteste Roman von Nobelpreisträger Gabriel García Márquez, der ein paar Fahrtstunden von Mompox entfernt in Aracataca aufwuchs. Bei den Beschreibungen für seinen Roman "Chronik eines angekündigten Todes" hat sich der Schriftsteller klar an Mompox orientiert. Der Roman wurde übrigens verfilmt - in Mompox. Tom Noga war dort.

Mompox - Vergessene Kolonialstadt Kolumbiens

Stadt der Literatur - Lillehammer mal anders

Ein Bericht von Agnes Bührig

Was fällt Ihnen ein, wenn Sie das Stichwort "Lillehammer" hören? Schnee und Eis, Olympische Winterspiele, norwegische Weiten? Das könnte sich demnächst ändern, denn Norwegen ist 2019 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Sie und will sich nicht als Wintersport- - sondern vor allem als Literaturnation präsentieren. Gerade auch in Lillehammer, wo jedes Jahr im Frühjahr das wichtigste norwegische Literaturfestival stattfindet. Das nahm seinen Anfang just mit dem Aufschwung der Olympischen Winterspiele 1994. Agnes Bührig berichtet.