Zwischen Hamburg und Haiti

Sonntag, 24. Februar 2019, 07:30 bis 08:00 Uhr, NDR Info

Vorplattler Christian Jany in der Tracht der D' Miesenbacher © NDR Foto: Christiane Zwick

Haiti-Magazin: Kleider und Leute

NDR Info - Zwischen Hamburg und Haiti -

Stoff zum Träumen - das Hawaii-Hemd, Zünftig und hip - Lederhosen aus Ruhpolding, Made in Ecuador - der Panama-Hut

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Oft erkennt man schon an der Kleidung aus welcher Region der Erde ein Mensch kommt. Wenn eine Frau einen Sari trägt, wird sie womöglich aus Südasien kommen, beim Cowboy-Hut würde man eher auf Nordamerika tippen. Um Kleider und Leute geht es im Magazin von "Zwischen Hamburg und Haiti". Es reist wir nach Hawaii und trifft dort auf das farbenfrohe Hawaii-Hemd; es reist ins oberbayrische Ruhpolding und schlüpft dort in die traditionelle Tracht der Alpenländer, in die Lederhose, und es beschäftigt sich mit dem Panama-Hut, der aus Ecuador kommt.

Stoff zum Träumen: das Hawaii-Hemd

Eine Reportage von Thomas Samboll

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Auf Hawaii werden die landestypischen Hemden "Aloha-Shirts" genannt.

Wohl kaum ein anderes Kleidungsstück weckt die Sehnsucht nach exotischen Ländern so sehr, wie das Hawaii-Hemd. Mal poppig geblümt, mal dezent und elegant sorgt es zuverlässig überall auf der Welt für Aufsehen. Das Shirt ist aber tatsächlich viel mehr als nur ein schnödes Kleidungsstück. Für die Bewohner der Traum-Inseln im Pazifischen Ozean sind die "Aloha-Shirts", wie sie auf Hawaii genannt werden, auch Ausdruck ihrer Kultur und ihres Lebensgefühls. Thomas Samboll hat sich auf Maui und Big Island auf die Spuren des Hawaii-Hemdes begeben.

Zünftig und wieder hip - Lederhosen aus Ruhpolding

Eine Reportage von Christiane Zwick

Jedes Jahr- spätestens zum Oktoberfest - werden Dirndl und Lederhosen aus dem Schrank geholt. Seit etlichen Jahren ist Tracht auch bei jungen Leuten wieder total angesagt. Aber in den ländlichen Regionen der bayrischen Alpen sind Dirndl und Lederhosen eigentlich nie aus der Mode gekommen, sondern gehören bei vielen Bewohnern zur Alltagskleidung. Auch wenn eine solche Hirsch-Lederhose - egal ob kurz oder als Kniebundhose - oftmals gar nicht alltäglich, sondern etwas Besonderes ist: handgemacht, haltbar und daher ein Leben lang tragbar. Christiane Zwick war im Chiemgau und hat sich nicht nur die Lederhosenträger, sondern auch ihre Tänze angesehen.

Trachentradition im Chiemgau

Made in Ecuador: der Panama-Hut

Eine Reportage von Sylvia Systermans

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Der Panama Hut stammt seit dem 17. Jahrhundert aus Ecuador.

Weißes Stroh mit schwarzem Stoffband: dieser Hut kleidet eigentlich jeden Mann - zumindest im Sommer. Er ist eine Stilikone, legendäre Kopfbedeckung von Ernest Hemmingway, Theodore Roosevelt, Thomas Mann und Winston Churchill. Seit einigen Jahren steht der Panama-Hut auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. Die Kopfbedeckung heißt übrigens nur deshalb so, weil er über die zentrale Zollstelle in Panama in die USA importiert wurde und deshalb den Zollstempel Panama trug. In Wirklichkeit stammt der Panama-Hut aus Ecuador, seit dem 17. Jahrhundert wird er nur dort hergestellt. Sylvia Systermans hat sich die Panama-Hutherstellung in Ecuador angesehen.