Zeitzeichen

15. Juli 1933

Sonntag, 15. Juli 2018, 19:05 bis 19:20 Uhr, NDR Info

Der Geburtstag des englischen Gitarristen Julian Bream
Ein Beitrag von Christian Kosfeld (WDR)

Als Julian Bream 1951 in der Londoner Wigmore Hall auftrat, galt klassische Gitarrenmusik als exotisch. Das Debüt wurde ein Triumph. Bream gilt heute als einer der bedeutendsten Gitarristen im 20. Jahrhundert. Sein Vater spielte Jazzgitarre, als Kind hörte er Django Reinhardt und brachte sich das Gitarrespielen selbst bei. Sein erstes Konzert gab er 1947, mit 13 Jahren.

Julian Bream etablierte Gitarre und Laute als Konzert-Instrumente. Er spielte Werke von Johann Sebastian Bach und Heitor Villa-Lobos, transkribierte Klavierwerke von Isaac Albéniz und Enrique Granados. Mit dem Tenor Peter Pears gab er Liederabende mit englischer Renaissance-Musik. 1960 gründete er das "Julian Bream Consort", in dem er Laute spielte. Vor allem inspirierte er zeitgenössische Komponisten wie Benjamin Britten, Hans Werner Henze oder Toru Takemitsu, die für Julian Bream bedeutende Werke schrieben. Viele Schallplatten und Fernsehsendungen dokumentieren sein Schaffen. Konzerte gibt er heute mit 85 Jahren nicht mehr: "Ich bin jetzt ein besserer Musiker als mit 70. Ich kann es nur nicht beweisen".