Stand: 21.08.2017 14:56 Uhr

Ein Album zum "Immer-wieder-hören"

Painted Ruins
von Grizzly Bear
Vorgestellt von Ruben Jonas Schnell, NDR Info Nachtclub & Nightlounge
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Das Album "Painted Ruins" von Grizzly Bear ist beim Label RCA Int. erschienen.

New York City ist kein Ort für alte Menschen. Auch wenn die vier Mitglieder der Gruppe Grizzly Bear erst Mitte 30 sind, hatten sie nach knapp 15 Jahren in Brooklyn die Nase voll vom stressigen Leben im Big Apple und zogen nach ihrem bislang letzten Album "Shields" und der anschließenden Tournee weg aus New York. Drei Bandmitglieder leben heute in Los Angeles und Gitarrist Daniel Rossen ist inzwischen in Santa Fe zu Hause, dreieinhalb Flugstunden entfernt. Die Ideen für das neue, fünfte Grizzly-Bear-Album "Painted Ruins" sind also nicht im gemeinsamen Übungsraum entstanden.

Jedes Bandmitglied entwickelte eigene Song-Ideen

Nach "Shields" vor fünf Jahren gingen die vier Musiker zunächst getrennte Wege. Sänger Ed Droste wollte sogar ganz mit dem Musikmachen aufhören. Bassist Chris Taylor trommelte die Band nach drei Jahren Auszeit aber wieder zusammen. Er motivierte seine Kollegen, unabhängig voneinander Song-Ideen zu entwickeln, die sie in Form von Melodie- und Text-Fragmenten auf einen gemeinsamen Server luden. Anschließend entschieden die vier gemeinsam, welche Ideen für das neue Album verwendet wurden.

In "Painted Ruins" stecken zwei Jahre Arbeit

Droste gründete Grizzly Bear Anfang der 2000er-Jahre zunächst als Solo-Projekt. Nach dem ersten Album kamen Gitarrist Rossen, Schlagzeuger Christopher Bear und der Bassist und Produzent Taylor dazu. Auf der neuen Platte sind Droste, Rossen und Taylor als Lead-Sänger zu hören. Der Harmonie-Gesang entstand gemeinsam.

Zwei Jahre war die Band mit Komposition und Aufnahme der Songs für "Painted Ruins" beschäftigt. Der Großteil der Produktion entstand unter Taylors Regie nicht weit von der alten Heimat New York entfernt, 200 Kilometer nördlich in den Allaire-Studios, weit abgeschieden in einem Nationalpark. Die restlichen Aufnahmen machte die Band in den eigenen "Terrible-Studios" in Los Angeles.

Platz für Improvisation gibt es kaum

Herausgekommen ist eine Mischung aus Pop- und Kunstmusik mit Folk-Wurzeln. Platz für Improvisation gibt es kaum. Die Stücke sind bis ins letzte Detail konzipiert. Um die überladenen Arrangements aus virtuos gespieltem Schlagzeug, Keyboard- und Gitarren-Spuren so zu durchdringen, dass sich die vielen Sound-Ideen erschließen, lohnt sich das Hören mit Kopfhörern. Oder man hört das Album einfach immer wieder.

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Painted Ruins

Label:
RCA Int./Sony Music
Veröffentlichungsdatum:
18. August 2017

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Nachtclub | 21.08.2017 | 23:05 Uhr