Stand: 21.09.2019 00:00 Uhr

Klima-Aktion in vielen Ländern

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In Hamburg sind die Demonstranten durch die Mönckebergstraße in der Innenstadt gelaufen.

Kinder aus Neustrelitz: In vielen Ländern der Welt gibt es zurzeit Aktionen für den Klimaschutz. Es sind auch viele Schüler hingegangen. Die Demonstranten wollen, dass die Welt besser wird und mittlerweile ist es eine der größten Klimaaktionen der Welt.

NDR Info Kindernachrichten: Die Zahl der Menschen, die am Freitag weltweit für besseren Klimaschutz demonstriert haben, geht in die Millionen. Aus der Aktion "Fridays for Future", die vor gut einem Jahr begann und durch den Schulstreik der Schwedin Greta Thunberg schnell bekannt wurde, ist eine große Sache geworden. Viele Erwachsene haben sich der Protestbewegung angeschlossen. Nach Meinung der Demonstranten wird viel zu wenig gegen die Erwärmung der Erdatmosphäre getan. Sie warnen vor den Folgen des Klimawandels und fordern alle Menschen dazu auf, die Natur und die Umwelt besser zu schützen.

Kinder aus Neustrelitz: Sie wollen die Plastiktüten vom Supermarkt abschaffen und dafür Papptüten verwenden. Sie wollen auch das Artensterben verringern. Es ist auch ein Problem, dass so viele Bäume abgeholzt werden, denn die geben uns den Sauerstoff - und es ist auch problematisch, dass die großen Fabriken so viele Abgase in die Luft pumpen.

NDR Info Kindernachrichten: Auch die Abgase aus den Treibstoffen von Autos und Flugzeugen tragen nach Meinung von Klimaforschern zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Übrigens auch die Gase, die Millionen von Rindern beim Verdauen produzieren. Indem sie aufstoßen und pupsen.
Die Anhänger von "Fridays for Future" haben nicht nur Forderungen an die Politiker. Sie wollen, dass wir alle in unserem Alltag umwelt- und klimafreundlicher leben.
Es gibt aber auch Kritik an der Protestaktion. Manche Menschen sagen, dass die Warnungen vor dem Klimawandel stark übertrieben sind. Andere finden es nicht in Ordnung, dass viele es mit der Schulpflicht an Freitagen nicht mehr so genau nehmen.

Kinder aus Neustrelitz: Eigentlich müssten die Kinder in den Schulen sitzen und lernen. Einige Erwachsene regen sich darüber auch auf, weil die Kinder dann nicht zur Schule gehen und sozusagen dann schwänzen. Wenn man an so einem Samstag streikt, dann interessiert es nicht so viele, aber wenn man dadurch auch noch die Schule schwänzt, da werden schon ein paar mehr Leute darauf aufmerksam.

NDR Info Kindernachrichten: Dass mit der Aufmerksamkeit scheint ganz gut zu klappen. Viele Politiker nehmen das Thema Klimawandel jetzt ernst. Nächste Wochen treffen sich viele Regierungschefs in New York zu einem Klimagipfel. Und die deutsche Regierung hat jetzt gesagt, was sie gegen den Klimawandel tun will. Durch höhere Preise will man erreichen, dass weniger von dem klimaschädlichen Gas CO2 in die Luft kommt. Und es sollen mehr Leute mit der Bahn fahren. Das ist besser für das Klima, weil die Züge mit Strom angetrieben werden.

NDR Info Kindernachrichten: Wir haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 m der Nehru-Schule in Neustrelitz gefragt: Findet ihr es richtig, dass zur Zeit so viel über dieses Thema gesprochen wird?

- "Ich finde es wichtig, weil alle Menschen sich wohlfühlen sollen auf der Erde - und vor allem auch lange noch."

- "Es ist gut, wenn darüber sehr viel berichtet wird, aber irgendwann reicht es dann auch und dann müssen wir auch mal was machen."

- "Ich würde noch sagen, dass sich die Kindergärten und Schulen mehr mit dem Thema beschäftigen."

- "Ich find, das ist auch irgendwann zu viel, weil auch sowieso nichts passiert und so."

- "Nein, ich finde, es ist genau richtig, weil es könnte zum Verhängnis werden - irgendwann ist die Erde nur noch ein ganz blauer Ball."

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Kindernachrichten | 21.09.2019 | 11:40 Uhr

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