Stand: 17.01.2019 10:00 Uhr

Barley: Zweite Brexit-Abstimmung sinnvoll

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Justizministerin Katarina Barley hofft auf ein zweites Referendum.

Im Streit über das Brexit-Abkommen hält Katarina Barley, Bundesjustizministerin und SPD-Spitzenkandidatin für die Europa-Wahl, eine zweite Volksabstimmung in Großbritannien für sinnvoll.

Es sei nicht so, dass die Briten dann zum zweiten Mal über das Gleiche abstimmen müssten, sagte Barley am Donnerstag auf NDR Info. Denn im Jahr 2016 sei es um die Grundsatzentscheidung des Austritts gegangen. Nun könnten die Bürger über den konkreten Entwurf des Austrittsabkommens mit der EU abstimmen. "Das sind zwei unterschiedliche Dinge", sagte Barley.

Brüssel dürfe bei Irland-Frage nicht nachgeben

Nachverhandlungen der EU mit Großbritannien lehnte sie aber ab. Den Briten gehe es vor allem um die Grenzregelung zwischen Irland und dem britischen Nordirland. Dabei dürfe Brüssel auf keinen Fall nachgeben. "Da ist für uns ganz klar: Wir können keine harte Grenze akzeptieren, weil das den Frieden an dieser Grenze wieder in Frage stellt, der sehr brüchig ist, da darf man sich keine Illusionen machen", sagte die Justizministerin.

Ein Porträtbild von Katarina Barley. © dpa Foto: Bernd Thissen/dpa

Barley: Brexit-Abkommen nicht mehr aufschnüren

NDR Info - Aktuell -

Das britische Parlament hat das Brexit-Abkommen mit der EU abgelehnt. Die SPD-Spitzenkandidatin zur Europawahl, Katarina Barley, lehnt gravierende Veränderungen aber ab.

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NDR Info | Infoprogramm | 17.01.2019 | 07:20 Uhr