Die Reportage

Dithmarschen, die Neulandhalle und der Dieksanderkoog

Sonntag, 11. August 2019, 06:30 bis 07:00 Uhr, NDR Info

Große Buchstaben bilden das Wort "RAUM" auf dem Gelände der Neulandhalle. © Kirchenkreis Dithmarschen

Dithmarschen, die Neulandhalle und der Dieksanderkoog

NDR Info - Die Reportage -

Was macht man mit der Vergangenheit, mit einem 'Adolf-Hitler-Koog' und einer Halle, die als nationalsozialistischer 'Weihe-Ort' diente?

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Seit dem 8. Mai ein historischer Lernort: insgesamt befinden sich fünf Wörter auf der Vorder- und Rückseite der Neulandhalle.

Was macht man mit der Vergangenheit? Zumal dann, wenn sie im ehemaligen "Adolf-Hitler-Koog" spielt? Mit einer Halle, der Neulandhalle, die, gleichsam religiös, als nationalsozialistischer Weihe-Ort diente? 1935 wurde die Neulandhalle eingeweiht, nachdem man zuvor dem Meer Land abgerungen hatte. Allerdings wurde hier kein Koog wie viele gegründet, sondern der "Adolf-Hitler-Koog". Beides, Koog und Halle, sollten der "arischen Volksgemeinschaft" dienen, den ausgesucht angesiedelten Landwirten. Dann war der Krieg vorbei, der Koog heißt seitdem Dieksanderkoog. Die Neulandhalle steht noch immer dort und war zwischenzeitlich Lazarett, Gaststätte und Jugendherberge im Besitz des Kreises Süderdithmarschen. 1971 erwarb die Kirche das Gebäude, seit 2011 stand es leer. Am 8. Mai 2019 wurde es als Projekt der Nordkirche feierlich wiedereröffnet. Es ist jetzt ein 'historischer Lernort', also ein Ort, der die fatale Verführungskraft des Nationalsozialismus zeigt. Eine Reportage von Knut Benzner.

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