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Vietnamkrieg: 50 Jahre nach My Lai

Dienstag, 13. März 2018, 20:30 bis 21:00 Uhr, NDR Info

"Ich habe ein tiefes Loch in meiner Seele"
Ein Feature von
Holger Senzel, ARD-Korrespondent in Singapur

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Pham Thi Thuan (l.), eine Überlebende des Massakers von My Lai in Vietnam, auf einem Bild aus dem Jahr 1968.

Am 16. März 1968 überfielen US-Soldaten das vietnamesische Dorf My Lai und massakrierten auf grausame Weise 504 Zivilisten, unter ihnen viele Frauen und Kinder. Selbst Babys verschonten sie nicht.

Das Massaker von My Lai ging als schlimmstes Kriegsverbrechen der USA in Vietnam in die Geschichte ein. Die US-Armee versuchte lange, es zu vertuschen. Erst durch Recherchen des Journalisten Seymour Hersh gelangte das Geschehen an die Öffentlichkeit. Das brutale Morden und die Vertuschungsversuche trugen erheblich dazu bei, dass der Vietnam-Krieg in Verruf geriet. Hersh erhielt 1970 den Pulitzer-Preis.

Die Überlebenden sind traumatisiert

ARD-Korrespondent Holger Senzel hat 50 Jahre nach dem Massaker My Lai besucht. Die Überlebenden sind traumatisiert. "Die Kugeln der Amerikaner haben mich verfehlt, aber ich habe ein tiefes Loch in meiner Seele", sagt einer von ihnen wörtlich.

Weitere Informationen

My Lai - 50 Jahre nach dem Massaker in Vietnam

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