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Kampf dem Plastikmüll

Mittwoch, 02. Januar 2019, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Was bringt das neue Verpackungsgesetz?
Ein Feature von Birgit Augustin

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Der Plastikmüll aus der Wertstofftonne soll künftig häufiger recycelt werden.

Mehr als 18 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle landen jährlich in deutschen Mülltonnen: Tendenz steigend. 2016 - das ist der aktuellste Wert - waren es pro Kopf gut 220 Kilo. Ein neuer Spitzenwert.

Das hat viel mit veränderten Lebensbedingungen und Gewohnheiten zu tun: Immer mehr Menschen leben allein und immer häufiger werden Fertigprodukte gekauft. Mittlerweile sagen viele Länder dem Plastikmüll den Kampf an. Ab 2021 sind in der EU bestimmte Wegwerfprodukte wie Einmalgeschirr, Strohhalme oder auch Wattestäbchen verboten. Denn Plastikmüll wird kaum recycelt. Stattdessen landen mehr als 80 Prozent davon in den Meeren, wo es die Ökosysteme bedroht.

Recycling und Transparenz

Auch die Bundesregierung will die Mengen an Plastikmüll verkleinern und hat zum 1. Januar 2019 das Verpackungsgesetz verschärft. Das Gesetz soll zudem mehr Transparenz und Fairness für die Hersteller von Plastikartikeln schaffen. Etwa ein Drittel der Hersteller hatte nicht in die Dualen Systeme eingezahlt.

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Geschreddeter und gereinigter Kunststoff aus einem Schweriner Verwertungsbetrieb.

Mit dem neuen Gesetz soll auch die Recyclingquote deutlich angehoben werden. Bis heute werden große Mengen gesammelten Kunsstoffmülls in Müllverbrennungsanlagen verbrannt und nur 36 recycelt. Bis zum Jahr 2022 sollen es 63 Prozent sein.

Die Akzeptanz für Recyclingprodukte steigt immer weiter. Unternehmen in Deutschland, die Kunststoffe weiter verwerten und daraus zum Beispiel Granulate herstellen, arbeiten an neuen Verfahren.

Das Manuskript der Sendung zum Download
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Kampf dem Plastikmüll

Das neue Verpackungsgesetz soll die Recyclingquote von Plastikmüll in Deutschland von jetzt 36 Prozent auf 63 Prozent erhöhen. Wie sehen Verwertungsverfahren heute aus? Download (603 KB)