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30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker

Dienstag, 04. Juni 2019, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Platz des  Himmlischen Friedens nach dem Massaker © dpa picture alliance/afp

30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker

NDR Info - Das Forum -

Das Tiananmen-Massaker ist bis heute ein Tabu-Thema in China. Zwei damalige Studentenführer erzählen. Einer ist ausgewandert, der andere hat sich mit dem System arrangiert.

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Die Niederschlagung der Demokratiebewegung in China
Ein Feature von
Axel Dorloff, ARD-Korrespondent in Peking und Steffen Wurzel, ARD-Korrespondent in Shanghai

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Der frühere Studentenführer Wu'er Kaixi hat China nach dem Massaker verlassen und lebt seither in Taiwan.

Der 4. Juni 1989 war das Ende einer breiten Protest- und Demokratiebewegung in China. Hundertausende Bürger, darunter viele Studenten, hatten wochenlang für mehr politische und gesellschaftliche Freiheiten demonstriert. Vor 30 Jahren schlug das chinesische Militär die Proteste der Bevölkerung rund um den Platz des Himmlischen Friedens in Peking blutig nieder. Hunderte Menschen wurden getötet, manche Quellen sprechen sogar von mehreren tausend Toten.

In China darf an die Ereignisse von damals bis heute nicht erinnert werden. Das Thema bleibt tabu. Chinas Umgang mit dem Erbe von 1989 besteht aus Unterdrückung und Verschleierung. 

Unsere ARD –Korrespondenten Axel Dorloff und Steffen Wurzel haben zwei damalige Aktivisten getroffen. Wu’er Kaixi war einer der wichtigsten Wortführer der Studentenbewegung in China. Er hielt auf Demonstrationen das Megafon und verhandelte mit dem damaligen Regierungschef Li Peng. Nach dem 4. Juni musste er das Land verlassen und lebt mittlerweile in Taiwan im Exil. Auch Zhang Wei war 1989 Studenten-Aktivist. Er hat sich nach dem 4. Juni mit dem System und der Formel „Wohlstand statt Freiheit“ arrangiert.

Auch wenn er die gewaltsame Niederschlagung der Proteste bis heute für falsch hält, hat Zhang in der Volksrepublik Karriere gemacht. Zwei Studentenführer von damals – zwei unterschiedliche Schicksale.

Das Manuskript der Sendung
225 KB

30 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker

Zwei Aktivisten der chinesischen Demokratiebewegung, deren Protest in Peking blutig niedergeschlagen wurde, erzählen. Einer lebt im Exil, der andere hat in China Karriere gemacht. Download (225 KB)

Interview

"Das Tiananmen-Massaker war kein Zufall"

Am 4. Juni 1989 kam es auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking zu einem furchtbaren Massaker, bei dem hunderte Menschen starben. Ein Gespräch mit dem China-Experten Kai Strittmatter. mehr

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