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Afghanistans steiniger Weg zum Frieden

Donnerstag, 27. Juni 2019, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Ein Verhandlungsmitglied der Taliban. © dpa picture alliance

Afghanistans steiniger Weg zum Frieden

NDR Info - Das Forum -

Seit einem Jahr sprechen die Taliban und die USA über Frieden in Afghanistan - nun wieder. Der Prozess verläuft schleppend. Geprägt von Vorbedingungen und Misstrauen.

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Ein Feature von Bernd Musch-Borowska, ARD-Korrespondent in Neu Delhi

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Präsident Ashraf Ghani (Mitte) empfängt US-Außenminister Pompeo (4.v.l.) zu Gesprächen in Kabul.

Seit 17 Jahren herrscht inzwischen Krieg in Afghanistan. Ende 2001, nach den Terroranschlägen vom 11. September, wurde die Regierung der Taliban durch einen internationalen Militäreinsatz gestürzt. Es begann der Versuch, im Land eine Demokratie zu verankern. Doch die radikal-islamischen Taliban kämpften sich in den Folgejahren zurück und jedes Jahr sterben nach wie vor Tausende Zivilisten und Sicherheitskräfte bei Schießereien und Attentaten im Land.

Immerhin gibt es inzwischen seit einem Jahr Bemühungen, eine Friedenslösung für Afghanistan zu finden. Doch die Umstände sind bisher nicht sehr vielversprechend. Fehlende Gesprächsbereitschaft, Vorbedingungen, Misstrauen und möglicherweise auch grundsätzlich fehlender Wille zum Frieden erschweren den Prozess. Nun soll die nächste Runde der USA-Taliban-Gespräche am kommenden Sonnabend im Golfemirat Katar beginnen. US-Außenminister Pompeo äußerte bei einem Besuch in Kabul Anfang der Woche die Hoffnung, dass noch vor dem 1. September ein Friedensabkommen erzielt werden könne. Bis Ende September sollen in Afghanistan Präsidentschaftswahlen stattfinden.

Bernd Musch-Borowska analysiert die Situation in Afghanistan und schildert die Stimmung im Land.