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A 1 oder: Eine Fehlkalkulation und die Folgen

Donnerstag, 17. Mai 2018, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Wie aus der A1 ein öffentlich-privater Streitfall wurde
Ein Feature von
Kersten Mügge und Nils Naber

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Die A1 wurde durch die private Betreibergesellschaft "A1 mobil" modernisiert.

ÖPP steht für öffentlich-private Partnerschaft: Jahrelang beschworen Politiker das Modell wie eine Zauberformel. Vor allem in Zeiten knapper Kassen schien das Modell einer Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Unternehmen der Privatwirtschaft ein idealer Weg für Investitionen, für die nicht genug Geld da war.

Es sollte privat gebaut werden - allerdings für den Staat. Private Unternehmen - so die Überlegung - würden auf Wirtschaftlichkeit achten, der Staat die gewünschte Infrastruktur in einer Art Leasingmodell nutzen - und allen wäre gedient.

ÖPP-Modell auf dem Prüfstand

Die A 1 zwischen Hamburg und Bremen wurde durch so ein Projekt erneuert: Der Staat vergab den Ausbau und Betrieb der Autobahn für 30 Jahre an einen privaten Betreiber. Der bekommt dafür einen Teil der Lkw-Maut. Doch die Mauteinnahmen fielen deutlich geringer aus als kalkuliert.

Die private Betreibergesellschaft A1 mobil fordert zusätzliches Geld vom Bund, der hält die Forderung aber für nicht gerechtfertigt. Nun trifft man sich vor Gericht. Das Urteil wird auch darüber entscheiden, wie attraktiv das ÖPP-Modell für künftige Projekte ist.