Stand: 29.06.2017 14:31 Uhr

Aus iPhone-Revolution wurde iPhone-Alltag

Es gibt wenige technische Erfindungen, die unseren Alltag so verändert haben wie das Handy. Inzwischen sind sie weit mehr als nur mobile Telefone. Die modernen Smartphones sind Computer im Hosentaschenformat mit Verbindung ins Internet. Eines der erfolgreichsten ist das iPhone des Unternehmens Apple, das vor zehn Jahren zum ersten Mal verkauft wurde.

Eine Glosse

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Mit immer neuen Versionen des iPhone schreibt das Unternehmen Apple seine Erfolgsgeschichte fort.

Wenn man wissen will, wovon Menschen einer bestimmten Generation geträumt haben, dann braucht man sich nur die Filme dieser Zeit anzusehen. Erinnern Sie sich noch an die Fernsehserie "Mini-Max" aus den 60ern mit dem etwas begriffsstutzigen Geheimagenten Maxwell Smart? Genau, das war der, der mit seinem Schuh telefonieren konnte. Das mobile Telefon war damals noch Zukunftsmusik. Aber als dann 40 Jahre später der Begriff "Smartphone" geprägt wurde, hatten die Erfinder offenbar vergessen, dass es sich dabei ursprünglich mal um einen Schuh handelte.

Die "Selfie-Kamera" macht den Unterschied

Logo von NDR Info und das Gesicht einer Frau © f1online

Wie uns das Handy verändert

NDR Info - Auf ein Wort -

Vor zehn Jahren kam das erste iPhone in die Läden. Kaum ein anderes Gerät hat unseren Alltag so verändert wie das Smartphone. Joachim Hagen bittet in seiner Glosse auf ein Wort.

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Allein, der Siegeszug des Smartphones ließ sich nicht aufhalten. Seit der Erfindung des iPhones wird darüber gestritten, was der Grund ist für den Riesenerfolg von inzwischen mehr als einer Milliarde verkauften Geräten. Die Telefon-Funktion war es nicht - das konnten andere Handy-Anbieter besser und billiger. Und der Touchscreen, der fettige Fingerabdrücke geradezu magisch anzog, war es auch nicht. 

Nein, die sogenannte Killer-Applikation war offenbar die Selfie-Kamera an der Vorderseite des Geräts. Nie zuvor sah man so viele Menschen verzückt in ihr Smartphone grinsen. Die sozialen Netzwerke quellen über von Selfies. Wenn man den Umfragen glauben will, dann würden viele Menschen, wenn sie sich entscheiden müssten, lieber ihr Handy auf eine einsame Insel mitnehmen als ihren Partner. Die früher beliebte Frage, welches Buch man denn für die einsame Insel aussuchen würde, die wirkt vor diesem Hintergrund als käme sie aus dem Pleistozän.

Wie die Technik unser Leben umkrempelt

Aber kommen wir noch einmal zurück zu den Erfindungen, von denen die Menschen früher geträumt haben. In dem Science-Fiction-Film "2001: Odyssee im Weltraum" ist es Hal 9000, der sprechende Super-Computer. Solche Computer tragen wir inzwischen alle in der Hosentasche mit uns herum. Aber wenn man mit ihnen sprechen will, dann heißen sie nicht Hal 9000, sondern Siri, Cortana, Alexa oder Google Now. Wahrscheinlich, weil Hal 9000 damals eine gewisse Mordlust entwickelte. Diese Spracherkennungssysteme gibt es zwar schon länger, aber erst langsam wird deutlich, wie sie unser Leben umkrempeln.

Die Antwort lautet: "42"

Wozu brauche ich Freunde, wenn mir mein Handy auf die Frage: "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land?" antwortet: "Du, nur Du allein, sollst am schönsten von allen sein." Kein Wunder, dass sich bei vielen ein verklärtes Lächeln ins Gesicht schleicht, wenn sie mit ihrem Handy sprechen.

Allerdings sollte man Siri und Co. auch nicht überfordern. Der britische Schriftsteller Douglas Adams hat das in seiner Science-Fiction-Reihe "Per Anhalter durch die Galaxis" einmal durchexerziert. Was passiert, wenn man einem riesigen Supercomputer die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt? Nach einigen Millionen Jahren kam die Antwort. Sie lautet: "42".

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Auf ein Wort | 29.06.2017 | 18:25 Uhr