NDR Info Nachrichten vom 29.12.2018:

Cook stellt Ausflüge nach Kairo ein

Kairo: Das britische Tourismusunternehmen Thomas Cook hat vorerst seine Tagesaussflüge vom Roten Meer in die ägyptische Hauptstadt eingestellt. Ein Sprecher sagte, die Sicherheitslage werde weiterhin beobachtet. Nach dem gestrigen Anschlag auf einen Touristenbus in der Nähe von Kairo haben Sicherheitskräfte 40 mutmaßliche Extremisten getötet. Allein bei Razzien in Gizeh kamen nach Angaben des Innenministeriums 30 Menschen ums Leben. Die - so wörtlich - terroristischen Elemente hätten Attacken auf staatliche Einrichtungen und die Tourismusbranche geplant. Das Innenministerium ließ jedoch offen, ob es eine direkte Verbindung zu dem Anschlag auf den Touristenbus sieht, bei dem in der Nähe der Pyramiden drei Urlauber aus Vietnam und ihr einheimischer Führer ums Leben gekommen waren.| 29.12.2018 17:45 Uhr

Ankara und Moskau: Mehr Kooperation in Syrien

Moskau: Wegen des Abzugs der US-Truppen aus Syrien wollen Russland und die Türkei ihr Vorgehen in dem Bürgerkriegsland besser koordinieren. Der russische Außenminister Lawrow sagte nach einem Treffen mit türkischen Regierungsvertretern, Ziel sei es, die terroristische Bedrohung in dem Land zu beenden. Nach Worten seines türkischen Kollegen Cavusoglu haben sich beide Seiten auf konkrete Schritte verständigt. Details nannte er nicht. US-Präsident Trump hatte kurz vor Weihnachten angekündigt, die etwa 2.000 amerikanischen Soldaten aus Syrien abzuziehen. Diese Entscheidung bietet Russland und der Türkei mehr Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. Allerdings unterstützen sie unterschiedliche Seiten.| 29.12.2018 17:45 Uhr

Flugverkehr in Hannover eingestellt

Hannover: Der Verkehr am Flughafen in Langenhagen ist soeben unterbrochen worden. Das hat ein Sprecher der Bundespolizei dem NDR bestätigt. Ein Mann habe zuvor versucht, mit einem Fahrzeug mit polnischem Kennzeichen auf das Vorfeld zu gelangen. Er sei gestellt worden und befinde sich in Gewahrsam, so der Sprecher. Vorsichtshalber ließen die Verantwortlichen Starts und Landungen absagen. Die Hintergründe des Vorfalls sind demnach noch unklar.| 29.12.2018 17:45 Uhr

Waffenruhe in der Ostukraine brüchig

Donezk: Die neue Waffenruhe in der Ostukraine ist brüchig. Die ukrainische Armee und die prorussischen Separatisten werfen sich gegenseitig vor, die seit Mitternacht geltende Feuerpause nicht einzuhalten. Beide Seiten melden Schusswechsel beziehungsweise Granatenangriffe. Die Waffenruhe soll eigentlich über den Jahreswechsel und das orthodoxe Weihnachtsfest am 7. Januar hinaus halten. Aber auch frühere Vereinbarungen - etwa zur Erntezeit oder zum Schulbeginn - hielten oft nur wenige Stunden. Das russische Außenministerium wies heute die Forderung von Kanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Macron zurück, ukrainische Seeleute freizulassen. Die Männer waren im November im Schwarzen Meer von der russischen Marine festgesetzt worden.| 29.12.2018 17:45 Uhr

Rumänische Regierung kritisiert Juncker

Bukarest: Rumänien hat Vorwürfe von EU-Kommissionspräsident Juncker zurückgewiesen, das Land sei nicht ausreichend auf die bevorstehende Ratspräsidentschaft vorbereitet. Der Minister für Handel, Unternehmertum und Geschäftsklima, Oprea, verwies auf die stabile Mehrheit der Regierung im Parlament. Interne politische Dispute gebe es nicht nur in Rumänien, sondern auch in anderen EU-Staaten. Juncker hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, es brauche in Bukarest eine geschlossene Front, um während der Ratspräsidentschaft auch die Einheit Europas zu fördern. Der Kommissionschef bezweifelte zudem, ob die rumänische Regierung anderen zuhören und eigene Anliegen hintenan stellen könne. Rumänien übernimmt die Ratspräsidentschaft am ersten Januar von Österreich.| 29.12.2018 17:45 Uhr

Kurzwetter

Das Wetter: Bis zum Abend dichte Wolken und verbreitet Regen. 7 bis 10 Grad.| 29.12.2018 17:45 Uhr