NDR Info Nachrichten vom 16.02.2018:

Scholz: Noch keine Entscheidung über SPD-Minister

Berlin: Die SPD hat nach den Worten ihres kommissarischen Parteichefs Scholz noch keine Entscheidung über ihre Ministerriege in einer neuen großen Koalition getroffen. Im ZDF sagte Scholz, zunächst stehe die Abstimmung der mehr als 460.000 SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag an. Erst, wenn die Mitglieder zustimmten, werde die Frage, wer ins Kabinett gehe, diskutiert und entschieden. Es existiere keine Liste, so Scholz. Insgesamt sind sechs Bundesministerien für die SPD vorgesehen. Unterdessen sind die Sozialdemokraten in der Wählergunst auf ein Rekordtief abgesackt. In einer Umfrage von Infratest Dimap für den ARD-Deutschlandtrend kommen sie nur noch auf 16 Prozent. Das sind zwei Punkte weniger als Anfang Februar. Der Wert ist der schlechteste, den die SPD in einer Umfrage bisher erzielt hat.| 16.02.2018 07:45 Uhr

Von der Leyen eröffnet 54.Sicherheitskonferenz

München: Verteidigungsministerin von der Leyen eröffnet heute die 54. Sicherheitskonferenz. Dazu werden in der bayerischen Landeshauptstadt mehr als 500 Politiker und Experten erwartet. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Zukunft Europas, die transatlantischen Beziehungen sowie die zahlreichen Konflikte in Nahost. Am Rande der Konferenz in München wollen sich erstmals seit einem Jahr die Außenminister von Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine treffen. Dabei dürfte es vor allem um die Überlegungen zu einem UN-Friedenseinsatz in der Ostukraine gehen.| 16.02.2018 07:45 Uhr

Russland in Kritik wegen Cyberattacke

Washington: Die USA, Großbritannien und Australien haben das russische Militär für einen großangelegten Angriff mit Computerviren im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. Die Cyberattacke unter dem Namen "NotPetya", die Schäden in Milliardenhöhe verursacht haben soll, sei Teil der ständigen Versuche des Kreml, die Ukraine zu destabilisieren, hieß es aus dem Weißen Haus. Die australische Regierung kritisierte, Russland habe der Weltwirtschaft, den Regierungsbehörden und auch der Sicherheit und dem Wohlergehen Einzelner hohe Risiken gebracht. Der Kreml wies die Vorwürfe erneut als haltlos und Teil einer unbegründeten "russophoben Kampagne" zurück. Der Virus hatte zunächst Rechner in der Ukraine befallen, ehe er sich auf Geschäftspartner ukrainischer Firmen im europäischen, amerikanischen und asiatischen Ausland ausweitete. Zu den Opfern gehörten unter anderem der Pharma-Riese Merck und das Logistik-Unternehmen TNT.| 16.02.2018 07:45 Uhr

Brite neuer UN-Sondergesandten für Jemen

New York: Der britische Diplomat Martin Griffiths wird neuer Sondergesandter der Vereinten Nationen für das Bürgerkriegsland Jemen. Der UN-Sicherheitsrat billigte einen entsprechenden Vorschlag von Generalsekretär Guterres. Griffiths folgt auf den Mauretanier Ahmed, der Ende Januar angekündigt hatte, den Posten aufzugeben. Er hatte in seinen zwei Jahren als Sondergesandter keine Fortschritte bei der Beendigung des Konflikts im Jemen erzielt. 8,4 Millionen Menschen sind dort vom Hunger bedroht, außerdem herrscht in dem Land eine Cholera-Epidemie.| 16.02.2018 07:45 Uhr

Dortmund und Leipzig siegen in EL

Zum Sport: In der Zwischenrunde der Fußball-Europa League hat Dortmund gegen Bergamo 3 zu 2 gewonnen, Leipzig siegte in Neapel mit 3 zu 1. Die Rückspiele sind in der kommenden Woche.| 16.02.2018 07:45 Uhr