NDR Info Nachrichten vom 14.11.2017:

Familiennachzug strittig bei Jamaika-Sondierung

Hamburg: Die Union sieht in den Sondierungsgesprächen beim Thema Zuwanderung und Familiennachzug noch eine hohe Hürde auf dem Weg zu einer Einigung. Die CSU-Politikerin Bär sagte auf NDR Info, an der Stelle könne ihre Partei keine Kompromisse machen. Wenn pro Flüchtling bis zu zehn Familienmitglieder nachzögen, sei Deutschland nicht mehr integrationsfähig. Ähnlich äußerte sich der CDU-Politiker Kauder im ARD-Morgenmagazin. Die Migrationspolitik gehört zu den Punkten, über die Union, FDP und Grüne in ihren Sondierungsgesprächen heute beraten wollen. Auf der Agenda stehen unter anderem auch Arbeit und Soziales sowie Landwirtschaft und Verteidigung. In der Familienpolitik haben sich die Unterhändler der Parteien inzwischen darauf verständigt, einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen einzuführen. Das bestätigte die CSU-Politikerin Bär auf NDR Info.| 14.11.2017 12:15 Uhr

Wirtschaftswachstum in Deutschland wächst

Wiesbaden: Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo erhöht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten Vierteljahr um 0,8 Prozent. Im zweiten Quartal war die deutsche Wirtschaft noch um 0,6 Prozent gewachsen. Zurückzuführen ist das Plus den Angaben zufolge vor allem auf den internationalen Handel, der von der Erholung der Weltwirtschaft profitierte. In allen 19 Ländern der Euro-Zone betrug die Wachstumsrate 0,6 Prozent.| 14.11.2017 12:15 Uhr

Immer mehr Wohnungslose

Berlin: In Deutschland ist die Zahl der Menschen ohne Wohnung offenbar deutlich gestiegen. Nach Erkenntnissen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe -BAG- kletterte sie in der Zeit von 2014 bis 2016 um 150 Prozent. 860-tausend Menschen hatten danach im vergangenen Jahr keine Wohnung. Flüchtlinge sind dabei mitgezählt. Ohne diese Gruppe müsse von 420-tausend Betroffenen ausgegangen werden. BAG-Geschäftsführer Specht sieht die Ursache der Situation in einer seit Jahrzehnten verfehlten Wohnungspolitik. Gleichzeitig sei zu wenig gegen Armut getan worden.| 14.11.2017 12:15 Uhr

Ruhani verspricht Wiederaufbau im Bebengebiet

Teheran: Irans Präsident Ruhani hat nach dem Erdbeben einen raschen Wiederaufbau der zerstörten Gebiete zugesagt. Die Regierung werde alles tun, damit die Wohnhäuser schnell wieder stünden, sagte Ruhani bei seinem Besuch in der Provinzhauptstadt Kermanschah. Auf internationale Hilfe will der Iran aber vorerst verzichten. Die Bergungs- und Sucharbeiten wurden inzwischen vielerorts eingestellt. Im Iran gilt heute Staatstrauer. Bei dem Beben am Sonntag sind nach offizieller Darstellung in dem iranisch-irakischen Gebiet mindestens 430 Menschen ums Leben gekommen, Tausende wurden verletzt.| 14.11.2017 12:15 Uhr

Tsipras kündigt großes Sozialpaket an

Athen: Die griechische Regierung hat ein umfangreiches Sozialpaket für Hilfsbedürftige angekündigt. Wie Ministerpräsident Tsipras sagte, hat es einen Umfang von 1,4 Milliarden Euro. Die Finanzierung werde möglich, weil es einen Überschuss im Staatshaushalt in diesem Jahr gebe. Das Plus liege deutlich über der von den Gläubigern vorgegebenen Marke von 1,75 Prozent. Dadurch wird laut Tsipras Geld für die sozialen Belange von Rentnern und Bedürftigen frei. Griechenland hat bereits mehrere milliardenschwere Rettungspakete in Anspruch genommen, um der Staatspleite zu entgehen.| 14.11.2017 12:15 Uhr

Börse Kompakt

Zur Börse: Der Dax steigt um 0,1 Prozent auf 13.081 Punkte. Der japanische Nikkei-Index schließt unverändert bei 22.380. Der Euro kostet einen Dollar 17 18.| 14.11.2017 12:15 Uhr