Das Schild vor dem Amtsgericht in Neubrandenburg. © ndr.de Foto: ndr.de

Verkehrsunfall: 38-Jähriger in Neubrandenburg verurteilt

Stand: 12.10.2020 12:47 Uhr

Die Richterin sah es als erwiesen an, dass der Mann einen Unfall verursacht hatte, bei dem ein Motorradfahrer ums Leben kam. Das Urteil: zwei Jahre und zwei Monate ohne Bewährung.

Der Verurteilte hatte den Angaben des Gerichts zufolge im Juli 2019 ein Auto ausgeliehen, um nach Polen zum Einkaufen zu fahren - und das obwohl er nie einen Führerschein hatte und einschlägig vorbestraft war. Auf der Landesstraße 35 hatte er die Abfahrt zur A20 verpasst, kurz vor Altentreptow bog er rechts ab und wendete.

Motorradfahrer war sofort tot

Dabei stieß er mit einem Motorradfahrer zusammen. Der 52-jährige wurde 35 Meter durch die Luft geschleudert und starb noch am Unfallort. Zunächst hatte der Unfallfahrer behauptet, seine Freundin sei gefahren. Als Anklage erhoben wurde, meldete er sich als Fahrer.

Kein Problembewusstsein - keine Bewährung

Die Richterin sagte, der Verurteilte sei "ohne jegliches Problembewusstsein weiter gefahren". Deshalb könne es keine Bewährungsstrafe geben. Das Urteil entspricht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Verteidigung hatte Bewährung gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.