Projekt aus Ratzeburg sorgt für Abwechslung in Corona-Zeiten

Stand: 06.12.2020 07:00 Uhr

Vorschulkinder sollen mit dem Programm "Hippy" an die Schule herangeführt werden - und ihre Eltern bekommen Tipps, wie sie sich mit ihren Kindern beschäftigen können.

Draußen ist es kalt und dunkel, Sportvereine und Schwimmhallen haben zu, die Kinder sitzen zu Hause. Für sie und für ihre Eltern kann das stressig sein. Das Projekt "Hippy" in Ratzeburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) setzt an diesem Punkt an - und besucht Vorschulkinder und ihre Eltern in der Stadt. Das Ziel ist, die Vorschulkinder mit spielerischen Aufgaben an die erste Klasse heranzuführen. Das Projekt richtet sich besonders an Familien, die finanziell mit Herausforderungen zu kämpfen haben.

Hilfe für die Eltern, Spaß für die Kinder

Bücher und Hefte des Programms "Hippy" liegen auf einem Tisch. © NDR
Bücher und Hefte bereiten die Kinder auf die Schule vor.

Auch im Teil-Lockdown läuft die Arbeit mit den Familien weiter. So besucht beispielsweise Sharon von Bülow einmal pro Woche die alleinerziehende Altenpflegerin Manuela Böse und ihre kleine Tochter. Wegen der Corona-Pandemie finden die Treffen draußen statt. "Wir erzählen den Eltern, was sie mit den Kindern machen dürfen", erklärt von Bülow. Dabei helfen ihr die Hippy-Hefte: Sie sollen den Eltern helfen, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen.

In den Heften geht es um Freundschaft, Angst und Alleinsein

Kinder bekommen darin Aufgaben, die ihnen Spaß machen und sie auf die Schule vorbereiten sollen. Da werden Bilder angeguckt, Situationen durchgesprochen, geschnitten, geklebt und gebastelt. "Es gibt eine Reizüberflutung heutzutage. Man weiß gar nicht, was man seinem Kind alles anbieten kann", schildert Manuela Böse. Mithilfe des Hippy-Programms guckt sie sich nun abends mit ihrer Tochter ein Buch an und erzählt etwas zu den dort dargestellten Situationen. Die Hefte behandeln Themen, die für Kinder wichtig sind: Freundschaft, Angst, Alleinsein.

24 Familien in Ratzeburg nehmen an dem Programm "Hippy" teil. Finanziert wird es vom Familienzentrum der Diakonie. Und jetzt wird Hippy auch von "Hand in Hand in Norddeutschland" unterstützt. So sollen noch mehr Familien in das Programm aufgenommen werden.

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Eine Mutter liest ihren drei Kindern aus einem Buch vor. © dpa picture alliance Foto: fotototo

Tipps für Eltern zum Vorlesen

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 06.12.2020 | 19:30 Uhr

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