Eine Gruppe junger Menschen sitzt am Tisch und isst gemeinsam. © NDR / Markus Scholz Foto: Markus Scholz

NDR Benefizaktion: Diakonie im Norden ist 2017 Partner

Stand: 23.11.2020 00:01 Uhr  | Archiv

2017 standen Familien, Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen im Fokus der Aktion "Hand in Hand für Norddeutschland". 2.533.274 Euro Spenden gingen an Hilfsprojekte der Diakonie. Ein Rückblick.

Zur Diakonie im Norden gehören mehr als 6.000 Einrichtungen in nahezu allen Kommunen. Diese begleiten, beraten oder betreuen Menschen in verschiedenen familiären und sozialen Situationen oder Notlagen.

Weitere Informationen
Zwei Mikrophone liegen auf einem Tisch.  Foto: Axel Herzig

NDR Benefizaktion: Zehn Jahre "Hand in Hand für Norddeutschland"

2020 fand die NDR Benefizaktion zum zehnten Mal statt. Ausgewählte Berichte und Reportagen im Rückblick. mehr

Wenn Eltern sich nicht kümmern können

Zehn Jahre Hand in Hand
Kinder mit psychisch kranken Eltern brauchen Hilfe.

Das Projekt Kidstime hilft Kindern mit psychisch erkrankten Eltern. Diese Kinder und Jugendlichen sind in der Regel den Krankheiten ihrer Eltern hilflos ausgeliefert. Sie verstehen häufig nicht, warum die Eltern sich merkwürdig verhalten und versuchen oft die Krankheit ihrer Eltern zu vertuschen. Oder sie werden sie gleich "mit-stigmatisiert". Die Beteiligten in diesem Beitrag erzählen mit Offenheit und gleichzeitig mit viel Vertrauen in den NDR von ihren Problemen.

Die Angel-AG im Kinderheim in Dithmarschen

Die Macher der Angel-AG im Elisabeth-Heim in Dithmarschen versuchen "ihren" Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Die Kinder dort haben viel durchgemacht, sprengen oft den Rahmen von "normalem" Unterricht oder Vereinsleben, doch beim Angeln kommen sie zur Ruhe, haben Erfolgserlebnisse und fühlen sich wertgeschätzt. Es wird deutlich, dass schon so kleine Aktionen für diese Kinder einen Unterschied machen. Ohne Spenden ist das aber nicht möglich.

Benefizkonzerte für Projekte der Diakonie

Die Band Fury in the Slaughterhouse auf der Bühne. © NDR Foto: Axel Herzig
Die Band spielte ein exklusives Konzert zugunsten der NDR Benefizaktion.

Dank des Landesfunkhauses Hannover konnten 270 Besucher die Band Fury In The Slaughterhouse exklusiv und hautnah im Kleinen Sendesaal genießen. Das Akustik-Konzert war der Abschluss der damaligen "Unplugged"-Tour der Band. Der Erlös der Eintrittsgelder kam der Benefizaktion mit der Diakonie zugute.

Für das Benefizkonzert von NDR Kultur haben die Moderatoren Philipp Schmid und Hans-Jürgen Mende zu einem besonderen Abend eingeladen. Rund 400 Gäste kamen. Ein Abend voller musikalischer Improvisationen am Flügel, Geschichten und Gedichten und ganz vielen Wünschen.

Eine Stunde, ein Leben: Wenn Depressionen sich in dein Leben schleichen

Manche Themen brauchen mehr Raum, mehr Zeit und wenig Ablenkung: In der N-JOY-Sendung "Eine Stunde, ein Leben" kommen Menschen zu Wort, mit denen viele sonst nicht in Kontakt kommen, oft geht es um vermeintliche Tabu-Themen in der Gesellschaft. Alle nehmen sich Zeit, um zuzuhören und Fragen zu stellen. In dieser Sendung, die im Rahmen der NDR Benefizaktion gesendet wurde, geht es um Judith. Sie erzählt davon, wie sie in einer schweren Depression glaubte, sogar ihre Tochter nicht mehr lieben zu können.

Singen macht glücklich und Spenden ebenso

Viele Menschen stehen auf dem Hamburger Rathausmarkt und singen beim großen Weihnachtssingen auf dem Roncalli Weihnachtsmarkt am 12. Dezember 2017. © NDR Foto: Axel Herzig
Großes Adventssingen für den guten Zweck in Hamburg.

Etwa 10.000 Besucher versammelten sich 2016 vor dem Hamburger Rathaus beim historischen Roncalli Weihnachtsmarkt. Gemeinsam mit Hamburger Chören sangen sie die schönsten Weihnachtslieder für die NDR Benefizaktion. "Singen macht glücklich, Spenden macht auch glücklich - tolle Sache", freute sich der Leiter desDiakonischen Werks in Hamburg, Landespastor Dirk Ahrens. Die Aktion fand bei Hamburgerinnen und Hamburgern großen Anklang und wurde vielfach als stimmungsvoller Einstieg in die Weihnachtszeit empfunden.

Durch Spenden finanziert: Das kleine "Projekt Babykoffer" mit großer Wirkung

Claudia Amend und Silvia Ötzl packen einen Babykoffer © NDR Foto: Mareike Lange
Mit wenig Aufwand können junge Familien einfach unterstützt werden.

Das "Projekt Babykoffer" des Diakonischen Werkes in Hoya im Landkreis Nienburg hilft Müttern, die finanziell schlecht gestellt oder in ihrer Situation überfordert sind. Einen Babykoffer zu bekommen, ist ganz einfach und ohne große Hürden. Wer die komplette erste Kollektion für sein Baby benötigt, zahlt eine Kaution in Höhe von 15 Euro. Ein halbes Jahr können die Frauen die Sachen behalten. Danach geht der Koffer zurück an das Diakonische Werk und die Erstausstattung für ein Baby wird wiederverwendet. Die Idee zum Babykoffer hatte Claudia Amend. Sie arbeitet hauptamtlich beim Diakonischen Werk im Kirchenkreis Syke-Hoya und berät Schwangere.

Hilfe für Eltern mit behinderten Kindern

Wenn jeder Tag eine Herausforderung ist und immer wieder neue Sorgen auftauchen, brauchen Eltern mit behinderten Kindern besondere Unterstützung. Die Hamburger Einrichtung Erlenbusch der Martha-Stiftung bietet den Kindern ein Zuhause mit viel Fürsorge, Betreuung und Förderung.

Prominente Unterstützer: Santiano beim großen Spendenabend im NDR Fernsehen

Judith Rakers und Linda Zervakis moderierten den Spendenabend im NDR Fernsehen. In der Live-Sendung wurden verschiedene Projekte für benachteiligte Kinder und Familien sowie engagierte Mitarbeiter und Unterstützer aus dem Norden vorstellt. Die Band Santiano war zu Gast, "... weil wir zum Norden gehören, wie die Krabbe auf das Brötchen".

"Hand in Hand für Norddeutschland" wirkt

Im Juni 2018 wurde gemeinsam mit der Stadt Dargun in Mecklenburg-Vorpommern die Familien- und Begegnungsstätte eröffnet. Dank der Unterstützung von "Hand in Hand für Norddeutschland" konnte der Start der Familien- und Begegnungsstätte sowie eine familien- und kindgerechte Ausstattung der Räumlichkeiten ermöglicht werden. Entsprechende Möbel und notwendiges Inventar wurden gekauft und eine Spielecke eingerichtet. Das Familienzentrum ermöglicht soziale Teilhabe, Spielzeit für Kinder, Lernzeit für Eltern und Begegnung von Familien unterschiedlichster Herkunft.