Sendedatum: 16.12.2016 20:15 Uhr

Tief einatmen und ein Gebet

Mitarbeiter und Ehrenamtliche sprechen über ihre Erfahrungen in der Hospizarbeit. Die Bilder erzählen persönliche Geschichten und zeigen Dinge, die Kraft schenken, Trost spenden oder Geborgenheit geben.

Monika Ohndorfer ist 64 Jahre alt und arbeitet als ehrenamtliche Hospizbegleiterin im ambulanten Hospizdienst Christophorus in Teterow. Das ist ihr wichtig:

"Bevor ich in ein Zimmer trete, atme ich einmal tief ein und aus. Manchmal streiche ich auch über meinen Schlüsselanhänger, ein Herz und betrete dann den Raum. Ich begleite vorwiegend Menschen, die mir durch meine Arbeit vertraut sind. Gehe ich in fremde Haushalte oder andere Pflegeheime, versuche ich mich vorsichtig anzunähern und ins Gespräch zu kommen. Gut ist es auch, wenn ich weiß, was der Mensch gerne gegessen oder getrunken hat. So ist es mir schon so manches Mal gelungen, dem Menschen mit einem kleinen Moment des Genusses nochmal eine große Zufriedenheit zu bescheren. Wenn ich sehe, dass es dem Menschen sehr schlecht geht, spreche ich oft ein Gebet. Ich empfinde es als ein großes Geschenk, dass die Menschen dank der heutigen Schmerztherapie in den meisten Fällen schmerzfrei gehen dürfen. Auch wenn der Mensch gestorben ist, spreche ich ein Gebet. Ein 'Danke', ein stiller Händedruck oder eine Umarmung der Hinterbliebenen ist für mich ein Zeichen, wie wichtig unsere Arbeit im ambulanten Hospizdienst ist." Monika Ohndorfer

 

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Junge Frau schaut ins Abendlicht am Horizont. © photocase.de Foto: dreidreieins fotografie

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Kranke und helfende Nonnen helfen in einem Hospital in Paris. Holzstich nach einem Gemälde von 1482. © dpa / picture alliance / Everett Collection

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Dieses Thema im Programm:

16.12.2016 | 20:15 Uhr

NDR Benefizaktion